Hitzige Diskussion um Flüchtlingsunterkunft in Kirche

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Betten und Stühle stehen in Oberhausen in einer evangelischen Kirche. Am Montag ziehen die ersten 25 Flüchtlinge in das Gotteshaus ein.

Oberhausen - Die Unterbringung von mehreren Dutzend Flüchtlingen in einer Oberhausener Kirche hat eine hitzige Diskussion in der Bevölkerung ausgelöst.

"Es überrascht uns selbst, welche Ängste geäußert werden", sagte der zuständige Pfarrer, Thomas Levin, am Freitag in Oberhausen bei der öffentlichen Vorstellung des umfunktionierten Gotteshauses. Eine Nachbarschaftsgemeinschaft fühlt sich bei den Plänen von Stadt und Gemeinde übergangen.

Am Montag werden die ersten 25 von 50 Menschen in das Gotteshaus einziehen: für Pfarrer Levin ein Zeichen christlicher Nächstenliebe. "Die Bibel ist das älteste Buch der Fluchtgeschichte. Unsere Aufgabe ist, tätig zu werden." Nach Angaben der Stadt sollen vier Familien aus Syrien bis Anfang des Jahres zwischenzeitlich in der Oberhausener Kirche unterkommen. Erstmals in der Evangelischen Kirche im Rheinland wurde ein Kirchengebäude im regulären Gebrauch zur Flüchtlingsunterkunft umgewidmet. - dpa

Quelle: wa.de

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