Pferdeerkrankung

Herpes-Virus im Kreis Herford ausgebrochen

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Symbolbild

[Update 15.35 Uhr] Kreis Herford - In einem Reitbetrieb im Kreis Herford ist der Herpes-Virus ausgebrochen. Seit dem 7. Juli gab es dort den Verdacht auf die Erkrankung. Am Mittwoch wurde er dann durch zwei Blutproben bestätigt. Zwei Pferde mussten bereits eingeschläfert werden.

Die Pressestelle des Kreises Herford bestätigte nun, dass in einem Stall im Herforder Kreisgebiet das Herpes-Virus ausgebrochen ist. Zwei Pferde mussten bereits eingeschläfert werden, zehn weitere Tiere sind erkrankt.

Laut Pressestelle sind diese Tiere aber stabil und auf dem Weg der Besserung. "Der Stall hat gut und schnell reagiert und sie haben selber Quarantänemaßnahmen getroffen", beschreibt Petra Scholz vom Kreis Herford die Situation. Der Kontakt zu den Pferden würde sich auf das Nötigste beschränken und kein Pferd verlässt den Hof.

Auch die Nachbarhöfe hätten bereits ähnliche Hygienemaßnahmen aufgenommen. Auch hier sei der Personen- und Tierverkehr eingeschränkt worden. Zudem werde der Impfstatus bei den Tieren überprüft.

Das Veterinäramt lobt die schnelle und gute Reaktion der Ställe und macht darauf aufmerksam, dass Vorsicht zwar geboten ist, jdeoch kein Grund zur Panik bestehe.

Weitere ausführliche Informationen finden Sie auf der Homepage der tierärztlichen Hochschule Hannover. Klicken sie einfach hier.

Der betroffene Reitstall geht mit dem Thema auch auf seiner Facebook-Seite sehr offen um und hält die Einstaller aber auch benachbarte Höfe auf dem Laufenden. So stellten sie am Mittwoch  den Post ein, dass der Herpes-Virus bei zwei Blutproben nachgewiesen werden konnte.

Bereits seit der vergangenen Woche durften den Stall keine Pferde mehr verlassen und auch keine fremden Pferde betreten. Zudem wurden direkt Desinfektionsschleusen in den Stallungen aufgebaut.

Bereits Mitte Juni berichtete das Hamburger Abendblatt von einem Herpes-Ausbruch in einem Reitstall in Grande. Mitte Juni hatte auch der Reitverein Lünen-Horstmar mitgeteilt, dass bei ihnen zwei an Herpes erkrankte Pferde stehen. Die beiden Tiere wurden in Quarantäne in eine Klinik gebracht. Auf ihrer Internetseite vermeldeten sie dann am 8. Juli die positive Nachricht, dass es keine neuen Infektionsfälle mehr gegeben habe und dass auch die beiden erkrankten Tiere überlebt hätten. Unter anderem hatte der Verein sein Reitturnier abgesagt, um mögliche Ansteckungen zu vermeiden.

Herpesvirusinfektionen verlaufen nur in seltenen Fällen tödlich und es gibt die Möglichkeit einer vorbeugenden Impfung, teilt das Kreisveterinäramt Herford mit. Bei Anzeichen einer Erkrankung (z.B. Fieber) sollte das Pferd von einem Tierarzt untersucht werden. Bisher sind im Kreis Herford außerhalb des betroffenen Betriebes keine weiteren Erkrankungsfälle durch EHV bekannt geworden.

Wie das Veterinäramt in diesem Zusammenhang mitteilt, sind Infektionen mit dem Equinen Herpes-Virus nicht anzeige- oder meldepflichtig. Das heißt: Tierseuchenrechtliche Anordnungen und Verbote werden nicht ausgesprochen. Pferdehalter, Hofbesitzer und Tierarztpraxen können und müssen eigenverantwortlich reagieren.

Das Veterinäramt rät Pferdebesitzern und Stallgemeinschaften den Impfstatus ihrer Pferde zu kontrollieren und bei Unsicherheiten die betreuende Tierarztpraxis zu kontaktieren.

Quelle: wa.de

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