Helmut Dieser ist neuer Aachener Bischof - Feierlich eingeführt

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[Update] Aachen - Helmut Dieser steht an der Spitze des Aachener Bistums - und ist trotzdem nah bei den Menschen. Bei seiner feierlichen Einführung wandte er sich gegen "Depri-Stimmung" und "Kirchenbashing".

Helmut Dieser ist neuer Bischof von Aachen. Bei seiner feierlichen Einführung am Samstag im Aachener Dom rief er zum Miteinander auf: "Lasst uns gemeinsam Kirche sein, nicht elitär oder verschroben, sondern füreinander, für unsere heutige Welt, für Gott", sagte der neue Bischof. Der 54-Jährige war im September von Papst Franziskus ernannt worden. Er tritt die Nachfolge von Heinrich Mussinghoff an, der das Bistum bis zu seinem Ruhestand 21 Jahre lang geführt hat.

Der Kölner Kardinal Rainer Woelki führte den neuen Bischof zum Bischofsstuhl und überreichte den Hirtenstab, den Helmut Dieser schon als Weihbischof in Trier trug. Damit war die Einführung symbolisch vollzogen. Die rund 1000 Gäste im Dom applaudierten, der neue Bischof lächelte. Als Leitwort für sein Amt wählte er "Der Friede Gottes übersteigt alles Verstehen".

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, gratulierte dem Kirchenmann im Festgottesdienst und sagte: "Wer Helmut Dieser kennt, wird schnell von seiner verbindlichen und fröhlichen Art beeindruckt sein." Treffsicher und versiert bringe sich Helmut Dieser in die Debatten der Deutschen Bischofskonferenz und in die Glaubens- und Pastoralkommission ein.

Der Kirchenmann gilt als guter Seelsorger, den die Zukunft der Kirche umtreibt. Jede Generation müsse neu entdecken, wie Kirche lebendig bleibe, sagte er im Festgottesdienst. Niemand in der Kirche solle "Depri-Stimmung" verbreiten und mutlos sein, selbst wenn es Verluste und Rückschläge gebe. "Beteiligen wir uns nicht auch noch selber am Kirchenbashing", sagte der neue Bischof.

Er will junge Menschen für Kirche gewinnen, indem er ihre Belange aufgreift, hatte er bei seinem Antrittsbesuch vor einigen Wochen gesagt. Angesichts des Priestermangels scheut er sich nicht, laut über die Reduzierung von Gottesdiensten nachzudenken - zugunsten von mehr Qualität. - dpa

Quelle: wa.de

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