BGH hebt Urteil nach Heiligabend-Bluttat auf

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Polizeibeamte stehen vor dem Haus, in dem am 25. Dezember 2013 zwei Tote gefunden wurden.

Bielefeld/Karlsruhe - Wende nach Bluttat an Heiligabend 2013: Der Prozess gegen einen 29-Jährigen, der im Februar wegen Totschlags an einem Geschwisterpaar aus Gütersloh verurteilt worden war, muss neu aufgerollt werden.

Diese Entscheidung vom 7. Oktober hat der Bundesgerichtshof (BGH) am Freitag veröffentlicht. Das "Westfalen-Blatt" hatte zuerst darüber berichtet und bereits am Donnerstag einen der beiden Verteidiger zitiert. Laut Beschluss hat der BGH das Urteil zu 14 Jahren Haftstrafe aufgehoben und die Sache für ein neues Verfahren vor einer anderen Kammer nach Bielefeld zurückverwiesen. Der BGH äußerte zur Beweiswürdigung des Landgerichts "durchgreifende rechtliche Bedenken". Das Landgericht habe belastende und entlastende Umstände nicht in einer "Gesamtschau" bewertet. Die Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert und nach dem Urteil Revision eingelegt.

Nach einem langwierigen Indizienprozess hatte die Kammer den Angeklagten schuldig gesprochen. Das Gericht zweifelte bei seiner Entscheidung nicht daran, dass der 29-Jährige an Heiligabend 2013 in einer Gütersloher Villa eine 74 Jahre alte Ärztin und ihren drei Jahre älteren Bruder erstochen haben soll. Sie stützten sich vor allem auf DNA-Spuren am Tatort. Motiv und Tathergang blieben im Unklaren. - dpa

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Quelle: wa.de

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