Neue Unterkünfte

90 Hammer Flüchtlinge kommen nach Möhnesee und Wickede 

Erst aus Krisengebieten und jetzt auch noch aus Hamm geflüchtet: Asylbewerber kommen nach Wickede und Möhnesee.

Kreis Soest -  Für die 90 Flüchtlinge, die am Mittwoch aus Hamm „geflüchtet“ sind, wird es nun neue Quartiere unter anderem im Kreis Soest in Möhnesee-Echtrop und in Wickede-Wimbern geben. Die Zeltstadt in der Soester Van-Wessem-Kaserne wird, obwohl sie weitgehend leer steht, nicht als Anlaufstelle in Betracht kommen.

„Eine einmalige Situation“, so sieht es Benjamin Hahn, der Sprecher der Bezirksregierung in Arnsberg, die für die Verteilung und Unterbringung der Flüchtlinge in Westfalen zuständig ist. 400 Flüchtlinge sollten am Mittwoch aus der Polizeikaserne in Selm nach Hamm überführt worden, wo seit vergangenem Jahr eine alte Maschinenhalle auf dem früheren Zechengelände als Notunterkunft hergerichtet worden war. Da Hamm aber über bessere Quartiere verfügt, beschwerte sich sogar der Bürgermeister über diesen Umzug.

90 der 400 Flüchtlinge beließen es nicht bei ihrem Unmut, sie ergriffen buchstäblich die Flucht. „Inzwischen sind die letzten wieder in Selm angekommen“, sagt Hahn und fügt hinzu: „Das ist doof gelaufen.“ 

Die Maschinenhalle entspreche „tatsächlich nicht dem Standard“. Deshalb und als „absolute Ausnahme“ habe man in Arnsberg entschieden, den Betroffenen nun die Wahl zu lassen: Hamm oder woanders. 

Weitergehende Wünsche nach einer bestimmten Stadt woanders würden aber nicht erfüllt. Die Bezirksregierung verteile von sich aus auf Möhnesee, Wickede, Meschede und Hemer.

„Bei uns ist niemand gestrandet“, bestätigt auch Thomas Müller, der Leiter der Soester Sammelunterkunft in der Van-Wessem-Kaserne. Platz wäre freilich reichlich gewesen: Nur 160 der 800 Betten sind belegt. Die Stimmung sei mittlerweile wieder „recht entspannt“, nachdem die „Alt“-Flüchtlinge, die zum Teil schon im vergangenen Jahr angekommen waren, inzwischen auf Städte und Gemeinden verteilt worden sind.

Unter den 160 Frauen und Männer in der Kaserne am Hiddingser Weg stellen Flüchtlinge aus West- und Zentralafrika inzwischen die Mehrheit.

Quelle: wa.de

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