Gutachter bestätigt:

Angeklagter im Scheunenmord-Prozess ist schuldfähig

+
Land- und Amtsgericht Paderborn

Paderborn - Der Angeklagte im so genannten Scheunenmord-Prozess am Landgericht Paderborn ist nach Einschätzung eines psychiatrischen Gutachters voll schuldfähig.

Er bezeichnete den heute 21-Jährigen allerdings als unreif und "jugendlichen Kindskopf". 

Der junge Mann ist angeklagt, vor zwei Jahren seinen besten Freund an einer Feldscheune bei Büren mit einer Eisenstange erschlagen und ihm die Kehle durchgeschnitten zu haben. 

Der Angeklagte war er im Januar 2015 zu achteinhalb Jahren Haft wegen versuchten Mordes und Totschlags verurteilt worden. 

Der Bundesgerichtshof verwies in einem Revisionsverfahren den Fall zur erneuten Verhandlung nach Paderborn zurück: Im Urteil seien beide Tötungshandlungen rechtsfehlerhaft getrennt bewertet worden. 

Der 21-Jährige hatte sich für die Neuauflage des Prozesses erstmals von einem Gutachter untersuchen lassen und ihm geschildert, dass es zwischen ihm und seinem damals 17 Jahre alten Freund wegen Mädchengeschichten zu einer spontanen Auseinandersetzung gekommen sei. Der Streit sei so eskaliert, dass er aus Wut mit der Stange zugeschlagen habe. Den Schnitt mit dem Messer habe er dem Sterbenden zugefügt, damit "sein Leiden zu Ende ist". 

Der Prozess wird im August fortgesetzt. - dpa

Lesen Sie hier mehr zum Thema:

BGH: Scheunenmord-Prozess muss neu aufgerollt werden (03.12.15)

Mord in Bürener Scheune wird vor BGH verhandelt (29.06.15)

Scheunenmord von Büren: Achteinhalb Jahre Haft 815:01:159

Quelle: wa.de

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare