Großeinsatz gegen Drogenhändler in Köln - 14 Verhaftungen

+
urn:newsml:dpa.com:20090101:160125-1090-007095

[Update 13.45 Uhr] Köln - Bei einem Großeinsatz gegen eine Drogenbande haben Fahnder im Raum Köln am Montag vier Frauen und elf Männer festgenommen. 54 Wohnungen wurden unter Federführung der Kripo und unter Einsatz von Spezialeinheiten am Morgen durchsucht.

Unter den 15 Tatverdächtigen, die per Haftbefehl gesucht worden waren, fassten die Beamten auch den mutmaßlichen Kopf der Bande, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Der 44-Jährige habe den lukrativen Handel seit 2012 von einer Hochhaussiedlung im Stadtteil Meschenich aus kontrolliert. Die Angehörigen einer Großfamilie werden verdächtigt, Heroin und Kokain im "hohen zweistelligen Kilogramm-Bereich" verkauft und damit Bargeld in Millionenhöhe umgesetzt zu haben. 

In der Hochhaussiedlung sollen mehrere Wohnungen gezielt für die Geschäfte mit den Drogen angemietet worden sein. Die Verkäufer waren in der Regel Drogensüchtige. Sie sollen unter der strengen Kontrolle des Clans gestanden haben. Gegen Aussteiger und Kontrahenten sollen die Täter mit "großer Brutalität" vorgegangen sein. Bei den Durchsuchungen entdeckten die Fahnder nach eigenen Angaben umfangreiches Beweismaterial und einen fünfstelligen Bargeldbetrag. 

Die Kripo hatte bereits seit einem halben Jahr gegen die Bande ermittelt. Bei der Razzia kam es der Polizei zufolge in einem Fall "zu einer Verwechslung beim Betreten eines Appartements". Dabei sei ein Betroffener verletzt worden. Die Ursache für die Panne und mögliche Schadensersatzansprüche müssten noch geklärt werden. Ein Hund wurde betäubt, weil er die Beamten am Zugang zu einem Gelände hinderte. Mehrere Medien hatte hatten zuvor über die Razzia berichtet. - lnw

Quelle: wa.de

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare