Glatteis führt zu mehreren Unfällen in NRW

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Bottrop/Minden-Lübbecke - Der Kälteeinbruch hat am Sonntagmorgen zu mehreren Glatteisunfällen in Nordrhein-Westfalen geführt.

Auf der Autobahn A42 kollidierten auf einer Brücke über den Rhein-Herne Kanal bei Bottrop auf glatter Fahrbahn drei Fahrzeuge. Dabei wurden drei Personen schwer verletzt, wie die Düsseldorfer Polizei mitteilte. Für die Bergungsarbeiten musste die A 42 zeitweise in Richtung Dortmund gesperrt werden. Im entstehenden Rückstau ereignete sich ein weiterer Unfall mit fünf Fahrzeugen und drei Leichtverletzten.

Bei drei weiteren Unfällen auf der A42, die die Polizei auf unangepasste Geschwindigkeit bei der glatten Fahrbahn zurückführte, entstand lediglich Sachschaden.

Im Kreis Minden-Lübbecke in Ostwestfalen-Lippe registrierte die Polizei in den frühen Morgenstunden insgesamt sieben Verkehrsunfälle aufgrund von Straßenglätte. Den Sachschaden bezifferte die Polizei auf etwa 24 500 Euro, Personen wurden nicht verletzt.

Auch die A52 musste am Sonntagmorgen nach Angaben von Verkehr.NRW zeitweise zwischen Essen und Düsseldorf wegen Glatteis auf der Ruhrtalbrücke in beide Fahrtrichtungen gesperrt werden.

Im Münsterland gab es am Mittag auf einer Bundesstraße bei Gronau unabhängig voneinander zwei Unfälle zur gleichen Zeit an der gleichen Stelle. Eine 45 Jahre alte Frau rutschte auf schneeglatter Fahrbahn mit ihrem Wagen in den Straßengraben. Sie verletzte sich leicht. Auf der Gegenfahrbahn kam ein 51-Jähriger mit seinem Wagen von der Straße ab und überschlug sich. Das Auto blieb auf dem Dach liegen. Drei Kinder des Mannes, die im Auto saßen, wurden nach Polizeiangaben leicht verletzt.

Es bleibt frostig im Land

In den Hochlagen des Sauerlandes wird es in den kommenden Tagen winterlich. Am Sonntagmittag präsentierte sich der Kahle Asten bei Winterberg bereits bei Minus drei Grad unter einer drei Zentimeter dicken Schneedecke. "Es bleibt frostig", sagte Wetterbeobachter Tim Armbruster. Erst zum kommenden Wochenende soll das Thermometer wieder über den Gefrierpunkt steigen. Es werde auch noch der ein oder andere Schneeschauer erwartet, sagte Armbruster.

Ob die Liftbetreiber die Kälteperiode nutzen und mit ihren Kanonen Schnee auf Depot produzieren, ist nach Auskunft einer Sprecherin der Wintersportarena unklar. Bei den aktuellen Bedingungen könnten die Beschneiungsanlagen wegen der hohen Luftfeuchtigkeit nicht effektiv arbeiten. Zudem erwarte man in erneut Tauwetter. - dpa

Quelle: wa.de

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