Lebensgefährter auf freiem Fuß

Getötetes Flughafen-Baby: Haftbefehl gegen Mutter erlassen

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[Update 13.52 Uhr] Siegen/Köln - Nach der Tötung eines Babys am Flughafen Köln/Bonn sitzt die Mutter in Untersuchungshaft, ihr Lebensgefährte ist hingegen auf freiem Fuß.

Das Amtsgericht Köln sei der Auffassung, dass bei dem 25-Jährigen derzeit kein dringender Tatverdacht gegeben sei, sagte der Kölner Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer am Dienstag. 

Gegen die 28 Jahre alte Mutter sei dagegen Haftbefehl erlassen worden. Der Frau aus Siegen wird vorgeworfen, ihr Kind kurz nach der Geburt auf einer Flughafentoilette getötet zu haben. 

Bei ihrem Lebensgefährten ging die Staatsanwaltschaft ursprünglich von Totschlag durch Unterlassen aus. Daher war auch gegen ihn Haftbefehl beantragt worden. Bremer sagte, beide hätten Angaben zu dem Fall gemacht. Zum Inhalt äußerte er sich nicht.

Nach bisherigen Ermittlungen hatte die 28-Jährige das Kind am Samstag auf einer Flughafentoilette zur Welt gebracht. Der Säugling habe zunächst gelebt und sei anschließend getötet worden, sagte Bremer. Das habe die Obduktion ergeben. 

Das Paar aus Siegen war den Angaben zufolge von einer Reise zurückgekehrt. Nach der Spontangeburt habe die Frau auf dem Flughafengelände einen Schwächeanfall erlitten. Der Rettungsdienst brachte die 28-Jährige in ein Kölner Krankenhaus. 

Der Lebensgefährte habe das tote Baby mit nach Siegen genommen. Die Ermittler seien am Sonntag auf den Fall gestoßen, nachdem das Krankenhaus am Vormittag die Polizei gerufen habe, sagte Bremer. 

Ärzte hätten festgestellt, dass die 28-Jährige kurz zuvor entbunden habe. Die Polizei fand den toten Säugling später in einer Wohnung in Siegen. Bremer machte zunächst keine Angaben, ob sich das Paar zu den Vorwürfen geäußert hat. - dpa

Quelle: wa.de

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