Geldautomat Nr. 42 in Ahaus gesprengt - Serie geht weiter

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Nach einer Serie von Geldautomaten-Sprengungen - wie hier in Mönchengladbach - geht die Polizei von mehreren professionellen Banden aus.

Düsseldorf - Derzeit knallt es fast jede Nacht irgendwo in Nordrhein-Westfalen: Gangster sprengen einen Geldautomaten nach dem anderen. In diesem Jahr waren es bereits 42 Fälle.

Erneut ist in Nordrhein-Westfalen ein Geldautomat gesprengt worden. Die Täter entkamen in der Nacht zum Freitag im münsterländischen Ahaus mit Geld in nicht genannter Höhe, teilte die Polizei in Borken mit. Zeugen berichteten, dass drei bis vier maskierte Gangster in einem weißen BMW mit niederländischem Kennzeichen flüchten konnten.

In Odenthal im Rheinisch-Bergischen Kreis sollte vermutlich ebenfalls ein Automat in die Luft fliegen. Bankmitarbeiter bemerkten am Freitagmorgen manipulierte Überwachungskameras. Wer oder was die Täter störte und zum Abbruch ihres Vorhabens veranlasste, blieb unklar.

Die Ermittler gehen von mehreren Banden aus, die sich auf diese Methode spezialisiert haben. In der Vornacht hatte es in Meerbusch bei Düsseldorf geknallt, in Bochum wurde wiederum ein Versuch abgebrochen.

Die Ermittler vermuten, dass die Banden von den Niederlanden aus agieren. Auch dort und in Belgien hatte es solche Serien gegeben, die aber abebbten, nachdem die dortigen Banken das Geld in ihren Automaten mit Farbkartuschen präpariert hatten. Dies empfiehlt die Polizei auch den Banken und Sparkassen in NRW. Einige Geldhäuser am Niederrhein sind dazu übergegangen, nachts ihre Vorräume mit dem Automaten abzuschließen.

Acht Taten konnten bislang aufgeklärt werden. Dabei ging es um eine Serie von gesprengten Geldautomaten, die in Baumärkten standen. Die Opposition kritisierte am Freitag dennoch NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD). Sein Ministerium sei offenbar nicht in der Lage, die Serie zu stoppen, sagte der CDU-Abgeordnete Gregor Golland der "Bild"-Zeitung. - dpa

Quelle: wa.de

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