Garzweiler II wird verkleinert - Ende der Umsiedlungen

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Nach jahrelangem Streit und massiven Protesten hat die rot-grüne Landesregierung eine Verkleinerung des Tagebaus Garzweiler II beschlossen.

Düsseldorf - Im Rheinischen Braunkohlerevier müssen die Bewohner von Holzweiler, Dackweiler und Hauerhof nicht länger befürchten, umgesiedelt zu werden. Betroffen sind rund 1400 Menschen. Nach jahrelangem Streit und massiven Protesten hat die rot-grüne Landesregierung eine Verkleinerung des Tagebaus Garzweiler II beschlossen.

Die jahrzehntelange Umsiedlung im rheinischen Revier gehe zu Ende, sagte am Mittwoch der Chef der Staatskanzlei, Franz-Josef Lersch-Mense (SPD). Er sprach von einer "historischen Zäsur". Etwa 400 Millionen von 1,2 Milliarden Tonnen Kohle sollen nicht ausgebaggert werden. 

Nach Angaben von Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) wird damit erstmals in Deutschland ein bestehender Braunkohleplan verkleinert. Der Braunkohleabbau werde im Revier aber weitergehen. Die Tagebaue Hambach und Inden werden nicht verändert. 

"Wir besiegeln mit der Leitentscheidung den Einstieg in den Ausstieg aus der Braunkohle", ließ Grünen-Fraktionschef Mehrdad Mostofizadeh mitteilen. Dagegen zeigte sich die Umweltorganisation BUND enttäuscht. An der Braunkohleverstromung bis zum Jahr 2045 werde festgehalten, ehrgeizige Klimaschutzziele seien geopfert worden. - dpa

Quelle: wa.de

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