Bis zu fünf Jahre Haft für mutmaßliche Paketboten-Bande

Düsseldorf - Die mutmaßlichen Mitglieder der sogenannten Paketbotenbande können mit Strafen unterhalb von fünf Jahren Gefängnis rechnen. Darauf haben sich die Prozessparteien verständigt.

Im Gegenzug müssen die Angeklagten Geständnisse ablegen. 

Mit Hilfe eines Paketboten und seines Lieferwagens soll die Einbrecherbande in zahlreiche Häuser am Niederrhein eingedrungen sein. Der angeklagte Paketbote (27) hatte bereits vor dem Prozess ein Geständnis abgelegt. 

Den Männern im Alter von 25 bis 42 Jahren wird schwerer Bandendiebstahl in 13 Fällen vorgeworfen. In drei Fällen soll es beim Versuch geblieben sein. 

Unter falschem Namen hatte der Paketbote bei einem bekannten Paketdienst angeheuert und so Zugriff auf die Wagenflotte seines Arbeitgebers gehabt. Auf diese Weise habe er sich mit der Bande unauffällig durch Wohngebiete bewegen können und bevorzugt Einfamilienhäuser heimgesucht, so die Anklage. 

Auch die Beute soll mit dem Lieferwagen unauffällig abtransportiert worden sein. Die Angeklagten sollen nicht nur Geld, Handys und Uhren gestohlen haben - im Oktober 2015 verschwanden in Moers zwei je 1000 Euro teure lebende Hausschafe. Die Männer sollen sie aufgegessen haben. Ermittler bezifferten den Wert der Beute auf insgesamt 90.000 Euro. 

Auf die Spur kam die Polizei der Bande durch ein gestohlenes Handy. Bei einem Ladendiebstahl hatte es einer der Männer bei sich. Es konnte als Beute einem der Einbrüche zugeordnet werden. Die Beamten starteten daraufhin die Überwachung der Verdächtigen. - dpa

Quelle: wa.de

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