FDP fordert regelmäßige Mammographie-Angebote auch noch ab 70

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Die FDP-Opposition im nordrhein-westfälischen Landtag fordert, das Früherkennungsprogramm gegen Brustkrebs auch auf Frauen, die über 69 Jahre alt sind, auszudehnen.

Düsseldorf - Weshalb gibt es keine Brustkrebs-Vorsorge für Frauen ab 70? Die FDP im nordrhein-westfälischen Landtag findet das unverständlich und will das Thema jetzt vorantreiben.

Die FDP-Opposition im Düsseldorfer Landtag fordert ein Früherkennungsprogramm gegen Brustkrebs auch für Frauen, die über 69 Jahre alt sind. In einem Antrag ans Parlament appelliert sie an die Landesregierung, sich auf Bundesebene dafür einzusetzen. Derzeit werden nur Frauen zwischen 50 und 69 Jahren eingeladen, alle zwei Jahre an Reihenuntersuchungen teilzunehmen. Am Mittwoch erörtert der Gesundheitsausschuss des Landtags mit Fachärzten aus dem In- und Ausland, ob das ausreicht.

NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens (Grüne) äußerte sich zunächst zurückhaltend zu den FDP-Forderungen. "Die Erfahrungen mit dem Mammographie-Screening sind bisher nicht wissenschaftlich ausgewertet", teilte sie auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf mit. Änderungen der bundesgesetzlich geregelten Praxis sollten aber nur auf Basis solcher Erkenntnisse erfolgen.

Die FDP argumentiert, beinahe die Hälfte aller Brustkrebstumore träten in einem Alter auf, in dem keine regelmäßigen kostenlosen Untersuchungen angeboten würden. Ohnehin sei die Teilnahmequote insgesamt zu gering und müsse in Zusammenarbeit mit Kassen und Ärzteverbänden von rund 50 auf 70 Prozent gesteigert werden. Immerhin erkrankten in Deutschland jedes Jahr rund 75 000 Frauen an Brustkrebs.

Quelle: wa.de

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