Für Flüchtlinge: NRW richtet landesweiten Buspool in Werne ein

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Der Parkplatz am Solebad ist für die Busse gesperrt.

Werne - Die Stadt Werne ist vorübergehend Standort eines zentralen Buspools für landesweite Flüchtlingstransfers. Seit Montag ist der hintere Teil des Parkplatzes am Solebad abgesperrt. Hier sind 16 Busse stationiert, die flexibel für die Beförderung von Flüchtlingen eingesetzt werden.

Die Fahrer wohnen in Hotels und stehen somit rund um die Uhr für den schnellen Einsatz in ganz NRW zur Verfügung. Der Standort Werne besteht allerdings nur für begrenzte Zeit, denn ab dem 29. September soll der Buspool nach Unna verlegt werden. Das dortige Gelände steht derzeit noch nicht zur Verfügung, sodass die Stadt Werne kurzfristig eingesprungen ist. Probleme bei der Durchführung von Sim-Jü werde es deshalb nicht geben, versicherte Jürgen Menke vom Ordnungsamt auf Anfrage des WA.

Mit der Einrichtung des Buspools reagiert die Landesregierung auf die zunehmende Zahl der Flüchtlinge, die Nordrhein-Westfalen erreichen. Dieser hohe Zulauf bringe nicht nur das Unterbringungssystem des Landes zunehmend an die Grenzen, sondern auch die damit einhergehende Transferlogistik, heißt es in einer Erklärung der Bezirksregierung Arnsberg. Dabei gehe es um den Transport der Flüchtlinge aus den Sonderzügen an den beiden Drehscheiben Flughafen Köln-Bonn und Düsseldorf zu den Erstaufnahmeeinrichtungen und später zu den Kommunen, sagte ein Sprecher der Bezirksregierung.

Bei der Bewältigung der Fahrten würden ortsansässige Busunternehmen bereits seit zwei Wochen durch sechs Busse der Bundeswehr unterstützt.Wegen der steigenden Transferzahlen und dem erhöhten Reiseaufkommen der privaten Unternehmer in den Herbstmonaten gestalte es sich zunehmend schwieriger, den Transport zu organisieren. Deshalb habe sich die Landesregierung entschieden, den Buspool mit anfänglich 16 Fahrzeugen in Werne beziehungsweise später in Unna einzurichten. Bis zum Monatsende werde die Zahl auf 30 Busse aufgestockt. Auf diese Weise könnten kurzfristige Spitzen im Zulauf abgefangen werden.

Quelle: wa.de

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