Flüchtlinge in Aachener Gymnasium - Unmut in Mönchenglabach

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Aachen - Die Flüchtlingssituation in den nordrhein-westfälischen Kommunen spitzt sich zu. Die Stadt Aachen hat begonnen, Flüchtlinge in Klassenräumen eines Gymnasiums unterzubringen.

Die Bezirksregierung Köln habe die Stadt angewiesen, 300 Flüchtlinge aufzunehmen, teilte eine Sprecherin der Stadt am Dienstag mit. In Mönchengladbach regte sich Unmut nach der Aufforderung der Bezirksregierung Düsseldorf, innerhalb von Stunden 150 Flüchtlinge aufzunehmen. Die Unterkünfte des Landes seien vollständig belegt, hieß es in dem Schreiben.

Die Stadt Aachen sah nach Angaben von Sprecherin Evelin Wölk keine andere Möglichkeit, als jetzt in den Schulferien das Gymnasium zu belegen. Es war nicht klar, ob die Schule kurzfristig als Landesunterkunft gebraucht wird oder ob es sich um eine reguläre Zuweisung handelt. Auch davon hänge ab, wie es nach den Schulferien weitergehe, sagte Wölk.

Eine Katastrophenschutzeinheit stattete die Aachener Schule mit Betten aus, die teilweise in anderen Landesteilen abgeholt werden mussten. Die ersten 140 Flüchtlinge waren Montagabend gekommen.

Die Stadt Mönchengladbach sehe sich in der Verantwortung, stellte Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners (CDU) in einer Mitteilung fest. "Nichtsdestotrotz trägt das Land das Problem auf dem Rücken der Kommunen aus", sagte Reiners. Das Land sei dringend aufgefordert, nach Lösungen zu suchen und nicht zusätzlichen Druck auf die Kommunen auszuüben. - dpa

Quelle: wa.de

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