Vier Flüchtlingskinder trainieren beim SVR

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Rend (6 Jahre/von links), Nasser (17 Jahre), Ali (8) und Karim (12) hatten viel Spaß.

Rinkerode -  Gelebte Integration im Sport: Zu einer „tollen Begebenheit mit vier Asylbewerberkindern“, so Jugendobmann Karlheinz Mangels, kam es für die Mitglieder der Tischtennisabteilung des Rinkeroder Sportvereins (SVR).

„Da standen sie bei mir vor der Tür, vier junge Asylbewerber mit ihrer Betreuerin Catharina Niesmann“, berichtet Mangels. „Wir wollen gerne Tischtennisspielen“, übersetzte Niesmann für die vier. Da waren sie beim Obmann des Nachwuchses an der richtigen Adresse. Zunächst erzählten die drei Jungen Nasser (17 Jahre), Ali (8) und Karim (12) sowie ihre Schwester Rend (6), dass sie im Jugendheim Rinkerode wohnen und aus Syrien stammen. Ob sie schon einmal Tischtennis gespielt haben? „Ja“, sagte Nasser, „ich schon, im Camp in Bielefeld, meine Geschwister noch nicht“.

Tischtennisschläger, Shorts, Trikots, T-Shirts, Trainingsanzug, Turnschuhe – das alles hatten die vier nicht. Kein Probleme, dafür werde man sorgen, so Dorothe und Karlheinz Mangels. Sie verabredeten sich für das Jugendtraining am folgenden Tag in der Turnhalle Rinklerode. Vier Tischtennisschläger waren vorhanden. T-Shirts, Trikots und kurze Sporthosen wurden aus dem Bestand des Vereins genommen. „Und den Rest wie Turnschuhe in verschiedenen Größen haben wir von Eltern unserer jugendlichen Tischtennisspieler bekommen. Es war wirklich toll, wie viele Eltern sich sofort bei uns gemeldet und Sachen gespendet haben“, so Karlheinz Mangels.

Beim Training stellte Jugendtrainer Sven Peeters die Flüchtlingskinder den 15 anwesenden Jungen und Mädchen aus Rinkerode vor – auf Englisch. Das übliche Aufwärmspiel zu Beginn der Trainingseinheit machten die vier mit Begeisterung mit. „Alle unsere Tischtenniskids haben Nasser, Ali, Karim und Rend sehr freundlich aufgenommen. Kinder verstehen sich einfach, auch wenn das mit der Sprache nicht immer klappt“, so Mangels.

Anschließend ging es an die Platten. Balleimer-Training stand an. „Wie hält man einen Tischtennisschläger?“, war die erste Frage der Jüngsten. „Und das auf Arabisch“, sagt Dorothe Mangels. Da musste der ältere Bruder Nasser als Dolmetscher ran. Anschließend klappte alles wunderbar. Alle waren mit Begeisterung dabei.

Als nach einer Stunde die übliche Pause anstand, waren die Gäste gar nicht von der Platte zu kriegen. Während die Rinkeroder Spieler sich ausruhten, spielten die Kinder und Jugendlichen aus Syrien weiter. Der Pause folgte das beliebte „Chinawettkampfspiel“. Die Neulinge wurden mit eingebunden. „Das klappte schon ganz gut“, so Peeters. Nach 90 Minuten war die Trainingseinheit zu Ende. „Very good“, sagte der 17-jährige Nasser. Auch die anderen drei strahlten übers ganze Gesicht. - da

Quelle: wa.de

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