Andere ermutigen

Familie ermöglicht Flüchtlingen Roncalli-Besuch

Eine Lüdenscheider Familie sorgte dafür, dass Flüchtlingsfamilien mit Kindern den Circus Roncalli besuchen konnten.

Lüdenscheid - Die folgende Geschichte ist ein wenig ungewöhnlich, denn die Hauptakteure möchten nicht namentlich genannt werden. Eigentlich besteht die LN-Redaktion immer darauf, Ross und Reiter zu nennen. Doch in diesem Fall respektiert sie den Wunsch einer Lüdenscheider Familie, die ganz bescheiden im Hintergrund bleiben möchte. Ihre Idee, so ihr Anliegen, soll nur möglichst andere ermutigen, mit ähnlichen Aktionen Flüchtlinge, die nach Lüdenscheid kommen, willkommen zu heißen. Aber nun zur Geschichte:

Als die Familie Ende Juli aus dem Urlaub zurückkehrt, sind die Informationen über die in der Hermann-Gmeiner-Schule untergebrachten Flüchtlingen die ersten Nachrichten, die sie in den LN lesen. „Gemeinsam mit unseren jugendlichen Kindern überlegten wir, welche Beiträge wir leisten können, um den Menschen, die in unsere Stadt gestrandet sind, ein Gefühl von Willkommensein zu vermitteln. Dabei entstand die Idee, die wir am Samstag in die Tat umgesetzt haben“, erzählt die Familie.

„Wir boten den für die Unterkunft verantwortlichen Johannitern an, für die Flüchtlinge einen Besuch des Circus Roncalli zu organisieren und die Kosten für diesen Ausflug zu übernehmen. Das Zirkusunternehmen war spontan bereit, Karten zu einem günstigeren Preis zur Verfügung zu stellen. Wir organisierten die Anreise mit dem Bus. Die Johanniter übernahmen die Koordination vor Ort und die Information der Menschen in der Unterkunft. Ehrenamtliche der Evangelischen Kirchengemeinde Oberrahmede unterstützten unsere Familie schließlich bei der Begleitung der Zirkusbesucher.

So reiste am Samstagnachmittag eine Gruppe von 40 Flüchtlingen – ausschließlich Familien mit kleinen Kindern – vom Dickenberg zum Schützenplatz. Ihre anfängliche Scheu war schnell überwunden und Kinder und Erwachsene waren gleichermaßen verzaubert von den Vorführungen. Dass die großartige Veranstaltung fast völlig ohne Sprache auskam, half dabei sehr. Wenn die Menschen, von denen vermutlich die wenigsten länger bei uns bleiben werden, in ihrer Erinnerung Lüdenscheid einmal mit Clowns, Akrobaten und Musik verbinden, dann würde uns dieser Gedanke große Freude machen.“ Am Dienstag sind alle abgereist.

Quelle: wa.de

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