Festnahme nach Tod von brennendem Obdachlosen in Köln

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Köln - Eine grausame Tat schreckte in den vergangenen Tagen nicht nur Köln auf: Polizisten finden einen Obdachlosen, seine Kleidung brennt. Nun glauben die Ermittler, den mutmaßlichen Täter zu haben. Er ist selbst obdachlos. Das Motiv ist noch unklar.

Im Fall des getöteten Obdachlosen, der brennend in einer Kölner Unterführung gefunden wurde, hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen. Es handele sich um einen 37-Jährigen, der selbst der Obdachlosenszene zuzurechnen sei, erklärten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch. Der Mann sei bereits am Sonntag als Zeuge in dem Fall vernommen worden - im Laufe der Ermittlungen habe sich dann der dringende Verdacht ergeben, dass er der Täter sein könnte. Am Mittwoch wurde er in der Kölner Innenstadt festgenommen. Ein Richter erließ Haftbefehl wegen Mordes. Über Details zum Ablauf der Tat und zum Motiv des mutmaßlichen Täters machten die Ermittler keine Angaben.

Das Opfer, ein 29-jähriger Obdachloser, war in der Nacht zum Sonntag nicht weit vom Kölner Hauptbahnhof von Polizisten entdeckt worden. Sein Kleidung brannte. Nachdem die Flammen gelöscht waren, konnte ein Notarzt nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Um den Fall aufzuklären hatten die Ermittler auch ein Foto des Toten veröffentlicht und nach Menschen gesucht, die mit ihm in Kontakt standen. In der Kölner Obdachlosenszene habe er sich noch nicht lange aufgehalten. Ursprünglich stamme der Mann aus Berlin. Daher waren auch in der Hauptstadt Zeugen vernommen worden.

Der Fall hatte große Bestürzung ausgelöst. Der Geschäftsführer der Überlebensstation "Gulliver" für obdachlose Menschen, Bernd Mombauer, sprach am Montag von "großer Trauer und Stille", die sich bei Gästen und Mitarbeitern breitgemacht habe. Am Tatort wurden Kerzen aufgestellt. - dpa

Quelle: wa.de

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