In NRW fehlen Fachkräfte - Mittelständler hoffen auf Flüchtlinge

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Symbolbild

Düsseldorf - Mehr als die Hälfte der Unternehmen in Nordrhein-Westfalen hofft, dass der Flüchtlingszustrom den Fachkräftemangel mildern wird. Neun von zehn Mittelständlern würden Flüchtlinge bei sich arbeiten lassen

Rund zwei Drittel der mittelständischen Betriebe in Nordrhein-Westfalen haben Probleme bei der Suche nach Fachkräften. Fast jedes zweite Unternehmen (48 Prozent) klagt sogar bereits über Umsatzeinbußen, weil qualifiziertes Personal fehlt. Das geht aus dem Mittelstandsbarometer der Wirtschaftsberatung Ernst & Young hervor, das am Dienstag veröffentlicht wurde.

Eine Verbesserung der Fachkräftesituation erhoffen sich viele Unternehmen von den zahlreichen Flüchtlingen, die das Land erreichen. Mehr als die Hälfte der Betriebe (57 Prozent) glaubt der Umfrage zufolge daran, dass Flüchtlinge den Fachkräftemangel mildern können. Neun von zehn Mittelständlern würden Flüchtlinge bei sich arbeiten lassen. Die Bereitschaft, die Migranten einzustellen, ist sonst nur in Rheinland-Pfalz noch größer (93 Prozent). 

Trotz des Fachkräftemangels ist die Stimmung im NRW-Mittelstand aber insgesamt gut: 53 Prozent sind mit ihrer Geschäftslage uneingeschränkt zufrieden, weitere 33 Prozent bezeichnen sie noch als "eher gut". Deutschlandweit sind mit 89 Prozent allerdings noch etwas mehr Unternehmen mit ihrer Situation zufrieden. Fast jeder Dritte Mittelständler in NRW will in den kommenden sechs Monaten zusätzliche Stellen schaffen, nur wenige (12 Prozent) wollen Stellen streichen. - lnw

Quelle: wa.de

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