Explosives Pflanzenschutzmittel löst Großeinsatz aus

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Symbolfoto

Bonn - Ein Jahrzehnte altes Pflanzenschutzmittel hat in Bonn einen Großeinsatz von Feuerwehr und Sprengstoffexperten ausgelöst. Weil die in einem Schuppen entdeckte Uralt-Chemikalie explosiv ist, wird ihre Beseitigung wohl mehrere Tage dauern.

Anfangs müssen sogar die Häuser im Umkreis von 100 Metern um die Fundstelle evakuiert werden, wie die Stadt am Dienstag mitteilte. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestehe aktuell aber nicht.

Der Besitzer eines Wohnhauses hatte am Dienstag beim Renovieren des Schuppens vier alte Metalleimer gefunden. Das darin enthaltene Insektizid aus den 1930er-Jahren habe mit den durchgerosteten Eimern eine hochexplosive Substanz gebildet.

Die Sprengkraft des Pulvers sei mit der von etwa 20 Kilogramm TNT vergleichbar, sagte ein Sprecher der Bonner Feuerwehr. Akute Explosionsgefahr bestehe aber nicht, wenn die Behälter nicht bewegt oder manipuliert würden.

Die Bergung und die Beseitigung der Substanz gilt deshalb als besonders schwierig und wird voraussichtlich mehrere Tage in Anspruch nehmen. Die Standfestigkeit des Schuppens muss zunächst gesichert werden, bevor der explosive Stoff mit einer Lauge aus den Eimern herausgespült und aufgefangen werden kann. - lnw

Quelle: wa.de

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