Polizei und Minister mahnen Rücksichtnahme an

Erstklässler erobern die Schule: 148.200 "I-Dötzchen" eingeschult

Düsseldorf - Für viele Kinder beginnt der Ernst des Lebens. Am Donnerstag erobern die meisten "I-Dötzchen" die Schule. Der Schulweg ist allerdings noch ungewohnt. Ordnungshüter gehen gegen Tempo- und Parksünder vor.

Für die meisten Erstklässler in Nordrhein-Westfalen beginnt am Donnerstag (13. August) die Schule. Die Einschulungsfeiern finden in vielen Fällen erst einen Tag nach dem Start des neuen Schuljahres statt. Landesweit werden rund 148.200 "I-Dötzchen" eingeschult. Die Verkehrswacht will mit Spannbändern, Plakaten und weiteren Aktionen darauf aufmerksam machen.

Mit Schulbeginn müssten sich die Erstklässler an eine neue Umgebung, neue Menschen und neue Wege gewöhnen. Vielerorts wie in Düsseldorf messen deshalb die Ordnungshüter die Geschwindigkeiten von Fahrzeugen vor ausgewählten Schulen und das Einhalten von Halte- und Parkverboten.

NRW-Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) appellierte zum Schulanfang an die Eltern, Kinder möglichst zu Fuß zum Unterricht gehen zu lassen. Wer nicht auf das Auto verzichten könne, sollte nicht direkt vor die Schule fahren, sondern sein Kind an einer sicheren Stelle in einem großen Abstand zur Schule absetzen.

"Am besten ist es, wenn Kinder zu Fuß zur Schule gehen - anfangs mit den Eltern, später dann alleine. Denn nur so lernen sie Entfernungen und Geschwindigkeiten von Fahrzeugen einzuschätzen und mit Gefahrensituationen richtig umzugehen", ergänzte der Präsident der Landesverkehrswacht, Jürgen Brauckmann, in Düsseldorf.

Noch immer fahren viele Autofahrer an den Schulen zu schnell. So stellte das Ordnungsamt Düsseldorf annähernd 100 Temposünder am ersten Schultag fest. Ein Autofahrer war laut einer ersten Bilanz 24 Stundenkilometer zu schnell in der Tempo-30-Zone unterwegs.

In den vergangenen beiden Jahren hatte allein das Ordnungsamt Düsseldorf bei seinen zweiwochigen Kontrollen vor Schulen jeweils mehr als 1300 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. Hinzu kam die Nichtbeachtung von Halte- und Parkverboten vor Schulen in zahlreichen Fällen. - dpa

Quelle: wa.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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