Polizistin wegen Geheimnisverrats zu Geldstrafe verurteilt

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Symbolbild.

Rheinberg - Eine Polizistin am Niederrhein ist schuldig gesprochen worden, Dienstgeheimnisse verraten zu haben. Ermittlungs-Interna waren im Rotlichtmilieu gelandet.

Eine Polizistin ist in Rheinberg wegen Verletzung von Dienstgeheimnissen zu 7800 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Das dortige Amtsgericht sah es als erwiesen an, dass die 39-Jährige in einem Fall interne Informationen aus einem Polizeicomputer ausgedruckt und an einen Mann mit Kontakten zum Rotlichtmilieu weitergegeben hatte. Der Mitangeklagte wurde wegen Anstiftung zur Tat verurteilt. Damit blieb das Strafmaß (120 Tagessätze à 65 Euro) deutlich unterhalb der Forderung der Staatsanwaltschaft, die eine Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten beantragt hatte.

Mittelbare Gefährdung öffentlicher Interessen

In der Anklageschrift waren der Beamtin ursprünglich acht Fälle von Geheimnisverrat vorgeworfen worden. Dabei ging es um Informationen, die mit Ermittlungen im Rotlichtmilieu zu tun hatten. In der Urteilsbegründung sprach die Richterin von einer "mittelbaren Gefährdung öffentlicher Interessen". Als Vertrauensperson habe die Beamtin "schwere Verfehlungen" begangen. Die Polizistin hatte die Vorwürfe bestritten. Die Richterin schloss jedoch aus, dass es sich bei den Vorgängen um eine Häufung von Zufällen gehandelt habe. - dpa

Quelle: wa.de

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