Erinnerungen aus NRW an Walter Scheel

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Walter Scheel

Düsseldorf/Solingen - Auch in Nordrhein-Westfalen haben Politiker den am Mittwoch gestorbenen, aus Solingen stammenden früheren Bundespräsidenten Walter Scheel gewürdigt.

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) nannte den ehemaligen FDP-Politiker einen "mutigen Liberalen", der die "Bonner Republik" geprägt habe. 

Nicht nur 1969 im Bund, sondern schon 1966 in NRW sei Scheel ein Wegbereiter einer sozialliberalen Koalition gewesen. "Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren", versicherte Kraft. 

Landtagspräsidentin Carina Gödecke (SPD) erinnerte daran, dass Scheel von 1950 bis 1954 dem NRW-Parlament angehörte. Unvergessen bleibe er als volksnaher Bundespräsident. 

In Solingen wurde Scheel am 8. Juli 1919 geboren, er ging dort zur Schule und begann nach dem Abitur eine Lehre bei der Volksbank. 

Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) hob hervor, dass Scheel wie nur wenige Politiker alle Stufen der parlamentarischen Demokratie beschritten habe - angefangen von seiner Arbeit im Solinger Stadtrat. 

Bis ins hohe Alter habe er Anteil an seiner Heimatstadt genommen, deren Ehrenbürger er seit 1976 war. 

Auch Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) würdigte Scheel, der auch Ehrenbürger der Landeshauptstadt war. Scheel hatte in Düsseldorf für den Bundestag kandidiert, sein Mandat aber über die FDP-Landesliste erhalten. 

"Mit Walter Scheel verlieren wir einen beliebten und volkstümlichen Bundespräsidenten - und einen der Architekten der Entspannungspolitik", erklärte Geisel.

dpa/lnw

Quelle: wa.de

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