Razzien wegen falscher Pässe: Keine Festnahmen

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Symbolbild

[Update 11.12] Berlin/Düsseldorf - Rund 80 Polizisten, darunter Spezialeinsatzkräfte der Bundespolizei, haben am Donnerstagmorgen Wohnungen in NRW durchsucht. Es gab vier Verdächtige.

Spezial-Einsatzkräfte der Bundespolizei haben bei Razzien in Düsseldorf und Schwelm in den frühen Morgenstunden die Häuser und Wohnungen von Islamisten durchsucht. Vier Menschen werden verdächtigt, wie die verantwortliche Berliner Staatsanwaltschaft mitteilte. Sie sollen versucht haben, sich in Berlin gefälschte französische Pässe zu besorgen.

"Es gibt einen klaren Verdacht", sagte auch der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) am Rande der Innenministerkonferenz in Koblenz. Erkenntnisse über einen möglichen Zusammenhang zu den Terror-Anschlägen in Paris am 13. November gebe es nicht, sagte der Sprecher der zuständigen Berliner Staatsanwaltschaft, Martin Steltner. Auch seien keine Hinweise bekannt über einen möglichen terroristischen Hintergrund.

Festgenommen wurde niemand. Nach Angaben Steltners wurden bei den Durchsuchungen Computer und Unterlagen sichergestellt. Ungeklärt war bislang aber, ob sich der Verdacht der Urkundenfälschung erhärtet hat. Am Einsatz war nach dpa-Informationen auch die GSG9 beteiligt.

Nach Angaben Steltners hatten rund 80 Polizisten und Bundespolizisten unter anderem ein Mehrfamilienhaus im Düsseldorfer Stadtteil Flingern durchsucht. Insgesamt nahmen die Beamten drei Ziele ins Visier, davon zwei in der Landeshauptstadt und ein weiteres in Schwelm im Sauerland. In einem der beiden Düsseldorfer Ziele soll nach dpa-Informationen lediglich die Angehörige eines polizeibekannten Islamisten wohnen. - dpa

Quelle: wa.de

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