Gericht kritisiert Kondom-Hersteller

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Die Einhorn-Geschäftsführer Waldemar Zeiler (r.) und Philip Siefer.

Düsseldorf - Im Streit um die Zahl der Orgasmen bei der Nutzung eines Kondoms droht dem Berliner Kondom-Hersteller Einhorn eine weitere Niederlage.

Die Angabe "entspricht bis zu 21 Orgasmen" ist auf einer Verpackung mit sieben Kondomen nach Ansicht des Düsseldorfer Landgerichts "zur Täuschung geeignet" und könne zum Mehrfachgebrauch verleiten. "Deswegen haben wir das verboten", sagte die Vorsitzende Richterin Johanna Brückner-Hofmann am Dienstag.

Einstweilige Verfügung

Das Gericht hatte auf Antrag eines Kölner Konkurrenten bereits eine einstweilige Verfügung gegen den Aufdruck erlassen. Die Berliner Firma legte aber Widerspruch ein und zog vor Gericht. Kondome seien Medizinprodukte. An die Verpackungsangaben seien daher "besonders strenge Anforderungen" zu stellen. Es gehe um Schwangerschaftsverhütung und den Schutz vor gefährlichen Geschlechtskrankheiten. Die Anwälte des Berliner Herstellers argumentierten, die Angaben seien satirisch und spaßhaft. Auf den Verpackungen sei der Mehrfachgebrauch an anderer Stelle deutlicher ausgeschlossen als im Markt üblich. Die Entscheidung soll am 26. November verkündet werden . - dpa

Quelle: wa.de

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