2592 Zahnpasta-Tuben entwendet

Diebe an der A 44 auf Zahnputz-Mission

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"Die Autobahn-Rasthöfe quellen täglich über", erklärte Polizei-Sprecher Frank Meiske die Problematik bei der Überwachung.

Soest - Auch für Diebe scheint Mundhygiene ein wichtiges Thema zu sein. Zumindest für die, die in der Nacht zu Donnerstag auf dem Rastplatz Soest Nord an der A 44 die Ladung eines Lkw entwendeten.

216 Pakete mit jeweils 12 Tuben - also insgesamt 2592 - Zahnpasta erbeuteten die unbekannten Täter.

Sie schnitten die Plane eines auf dem Rastplatz geparkten Lkw auf. Anschließend zerstörten sie die Plombe an der Heckklappe und öffneten diese, um an die Ladung zu gelangen.

Gegen 4 Uhr am Morgen bemerkte der Fahrer des Lkw, dass die Täter eine Palette mit insgesamt 2592 Tuben Zahnpasta gestohlen hatten. Der Wert der Ware wird auf mehrere tausend Euro beziffert.

Versuchter Diebstahl an zweitem Lkw

Auch an einem zweiten Lkw wollten sich die Täter bereichern. In diesem Fall blieb es nach Polizeiangaben jedoch nur beim Versuch.

Ob dieser Lkw zufällig Zahnbürsten geladen hatte, konnte bislang nicht in Erfahrung gebracht werden.

Frank Meiske, Sprecher der Soester Kreispolizei, geht davon aus, dass es die Täter gezielt auf das Diebesgut abgesehen hatten: "Auf den Kartons war vermutlich klar zu erkennen, um welchen Inhalt es sich handelt. Von einem Versehen der Diebe gehe ich nicht aus."

Die Kreispolizei sucht nun nach Zeugen, die sachdienliche Hinweise zur Tat oder den Tätern geben können.

Zwei Eigenschaften dürften die Unbekannten jedenfalls gemeinsam haben: saubere Zähne und frischer Atem.

Polizei regt Zusammenarbeit mit Rasthof-Betreibern an

Ladungsdiebstähle seien ein landesweites Problem erklärte Polizeisprecher Meiske. "Heute sind sie in Soest, morgen in Unna und übermorgen ganz woanders."

Da die Rasthöfe "täglich überquellen", sei eine noch engmaschigere Kontrolle seitens der Polizei schwer umzusetzen.

Man stehe derzeit in Kontakt mit den Rasthof-Betreibern. Eine Videoüberwachung der Stellflächen beispielsweise, könnte potentielle Diebe davon abhalten, die Planen der Transporter aufzuschlitzen und nach wertvoller Beute zu suchen.

Bislang keine Videoüberwachung im Kreis Soest

Per Video überwachte Autobahn-Rasthöfe gebe es im Kreis Soest bislang nicht. "Für die Betreiber der Höfe ist das eine reine Kosten-Nutzen-Frage."

Bislang hätten sich die Betreiber der Höfe in Werl, Soest, Geseke und Lippetal gegen eine Videoüberwachung entschieden.

"Dabei könnte man gut damit werben, wenn der eigene Rastplatz überwacht und somit besonders gesichert ist", lautete die Einschätzung des Polizei-Sprechers.

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Quelle: wa.de

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