Landgericht Kleve

Brüder im zweiten Anlauf wegen Mordes an Ex-Schwager verurteilt

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Kleve - Der Ex-Schwager kommt mit seinem Einkauf von der Supermarktkasse. Am Eingang warten zwei Brüder, die ihn erstechen. Es war doch Mord, stellten die Richter in dem neu aufgerollten Verfahren fest.

Die beiden Brüder lauerten ihrem Opfer draußen vor dem Supermarkt auf. Als der Mann mit seinem Einkauf in beiden Händen herauskam, töteten sie ihn mit 44 zum Teil wuchtigen Messerstichen. 

Es war doch Mord, stellten die Richter am Montag in dem am Landgericht Kleve neu aufgerollten Verfahren fest. Die 32 und 23 Jahre alten Brüder hätten ihren ehemaligen Schwager nach familiären Konflikten vorsätzlich und heimtückisch getötet. 

Im Dezember 2014 waren die Brüder wegen Totschlags zu jeweils zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Doch der Bundesgerichtshof hob das Urteil auf, das Landgericht musste prüfen, ob die Tat nicht doch als Mord aus Heimtücke zu werten ist. 

Zwischen der Familie des Angeklagten und der Familie des Opfers habe es Konflikte gegeben, stellten die Richter in ihrer Urteilsbegründung fest. Im Jahr 2008 habe das spätere Opfer versucht, einen Bruder der Angeklagten zu töten. Der Mann war dafür zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Ob diese Vorgeschichte eine Rolle bei der Tat gespielt habe, sei aber nicht sicher festzustellen. 

Die Verteidiger der beiden Brüder hatten auf Totschlag plädiert. Die Angeklagten hätten die Tat nicht geplant, sondern nur mit dem Opfer sprechen wollen. Die Situation sei dann eskaliert. In dem Moment, als sich die Brüder am Eingang postierten, hätten sie entschieden, den Mann zu töten, stellten die Richter dagegen fest. Das Opfer habe keine Chance gehabt zu entkommen. - dpa

Quelle: wa.de

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