Fördergelder für Koordinatorenstellen im Kreis Unna und Märkischen Kreis

Breitbandausbau für 83.000 Haushalte und 7000 Firmen in NRW

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Düsseldorf - Mit mehr als 100 Millionen Euro fördern Bund und Land den Ausbau des schnellen Internets in sieben Kreisen Nordrhein-Westfalens. Der Märkische Kreis, der Kreis Unna sowie vier weitere Kreise und die Stadt Aachen erhielten zudem Förderbescheide für Breitbandkoordinatoren, die vor Ort in ihren Regionen den Netzausbau voranbringen sollen.

Für Breitbandprojekte der Kreise Düren, Euskirchen, Olpe, und Siegen-Wittgenstein, des Zweckverbandes Infokom im Kreis Gütersloh, von Hopsten im Kreis Steinfurt und des Rhein-Sieg-Kreises gab es jetzt Förderbescheide, wie das das NRW-Wirtschaftsministerium am Dienstag mitteilte. Damit könnten 57 Millionen Euro vom Bund und 52 Millionen Euro vom Land fließen. 

Zusammen mit Kommunalmitteln gehe es um insgesamt 115 Millionen Euro. Mit dieser Summe sollen rund 83.000 Haushalte und 7000 Unternehmen in bisher noch unterversorgten Gebieten einen schnellen Internetzugang von mindestens 50 Mbit pro Sekunde erhalten. 

Erst im September hatten die CDU-Opposition und die Wirtschaft mehr Tempo beim Breitbandausbau gefordert. Die CDU kritisierte, dass von der zweiten Ausschüttung des Bundes für den Breitbandausbau im Umfang von 904 Millionen Euro nur 25 Millionen Euro nach NRW fließen würden. Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) betonte dagegen, dass NRW Spitzenreiter der Flächenländer im Breitbandausbau sei. 

Nach Angaben seines Ministeriums vom Dienstag gibt es inzwischen mehr Projekte, mit denen sich die Kommunen und Kreise um Bundesgelder bewerben.

Förderbescheide für Breitbandkoordinatoren überreichte Duin außerdem an die Stadt Aachen, die Kreise Düren, Paderborn, Unna und Viersen, den Hochsauerlandkreis und den Märkischen Kreis. Das Land unterstützt damit die Kommunen in den nächsten drei Jahren bei der Koordination und Planung ihrer Netzausbauaktivitäten mit jeweils 150.000 Euro.

Die Breitbandkoordinatoren sind zentrale Ansprechpartner in den Regionen für alle Akteure im Breitbandausbau. Analyse, Planung und Vernetzung der Breitbandaktivitäten sind vorrangige Aufgaben der Koordinatoren, um den marktgetrieben Netzausbau voranzubringen oder Fördermittel gezielt dort einzuwerben, wo der Wettbewerb versagt. - dpa/eB

Quelle: wa.de

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