Fünf Blindgänger in Dortmund entschärft

In Dortmund sollen am Montagnachittag in der Nähe des Westfalenparks fünf Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden.

[Update 20.03 Uhr] Dortmund - Großkampftag für den Kampfmittelräumdienst in Dortmund: Gleich fünf Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg sind gestern Abend erfolgreich entschärft worden. Die Bomben waren auf einem Parkplatz am Westfalenpark entdeckt worden – auf dem Areal, wo in wenigen Tagen eine Zeltstadt als neue Erstaufnahme-Einrichtung für rund 1000 Flüchtlinge entstehen soll.

Nach Auswertung von Luftbildern im Vorfeld der Bauarbeiten waren auf dem Gelände vier britische 250 Kilo-Fliegerbomben und eine amerikanische 250 Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden worden. Experten des Kampfmittelräumdienstes der Bezirksregierung Arnsberg übernahmen die Entschärfung, die gestern um 17.40 Uhr begann. Bereits um 19.48 Uhr konnte die Stadt Entwarnung geben: Alle Bomben waren unschädlich gemacht worden.

Während der Arbeiten waren die Bundesstraße 54, der Bahnverkehr zwischen Dortmund-Hörde und Signal-Iduna-Park sowie der Stadtbahnverkehr im betroffenen Bereich gesperrt worden. Rund 200 Gäste eines am Westfalenpark liegenden Hotels wurden evakuiert. Auch Teile des Westfalenparks mussten geräumt werden.

Die neue Flüchtlings-Unterkunft soll schon am 1. Oktober eröffnet werden. Sie soll die total überlastete Erstaufnahme-Einrichtung im benachbarten Stadtteil Hacheney entlasten, die in den vergangenen Wochen mehrfach wegen Überfüllung geschlossen werden musste. Die für eigentlich 350 Flüchtlinge konzipierte Einrichtung war zeitweise von mehr als 1000 Asylbewerbern am Tag aufgesucht worden.

Nun sollen am Parkplatz am Westfalenpark auf Landeskosten Leichtbauhallen hochgezogen werden – Vorbild ist das Asylbewerber-Quartier in Selm. Bis zu 1000 Menschen können dann in den winterfesten, weil beheizbaren Hallen unterkommen, auch eine Außenstelle der Ausländerbehörde und eine Röntgenstation sollen hier in Containern Platz finden. Dem Bau steht nach der Entschärfung des Weltkriegs-Erbes nun nichts mehr im Wege.

Quelle: wa.de

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