Eifel, Bergisches Land, Sauer- und Siegerland

Mit "Blitzern" gegen Raser: Strenge Motorradkontrollen in NRW

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Ein Motorradfahrer fährt in der Nähe von Monschau in der Eifel über eine Landstraße.

Düsseldorf - Mit scharfen Kontrollen und stärkerem Polizeieinsatz will das Land am Wochenende Raser vor allem in der Eifel, im Bergischen, Sauer- und im Siegerland bremsen. Es seien rund 250 Polizisten mit mehr als 50 Blitz- und Laser-Geräten sowie mit Video-Motorrädern unterwegs, um auf die Geschwindigkeiten zu achten.

"Es ist eine kleine Gruppe von Rasern, die sich und alle anderen Verkehrsteilnehmer gefährdet", sagte NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) am Freitag. "Das ist lebensgefährlich." Nach Angaben seines Ministeriums sind in den ersten fünf Monaten des Jahres 34 Motorradfahrer in Nordrhein-Westfalen ums Leben gekommen - das sind doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum.

Wie rücksichtlos und uneinsichtig manche Biker sind, machte Jäger an zwei Beispielen deutlich: Im März zog die Polizei in der Eifel einen Motorradfahrer aus dem Verkehr, der mit einer Geschwindigkeit von 226 km/h gemessen wurde. Erlaubt waren auf diesem Straßenabschnitt 70 km/h. Zu seiner Entschuldigung gab er an: „Eine Strafe von 1.200 Euro ist immer noch billiger als eine Jahreskarte für den Nürburgring.“

In einem weiteren Beispiel wurde im Raum Wuppertal ein Motorradraser mit Sozia mit 210 km/h bei erlaubten 100 km/h geblitzt. Die Sozia trug nicht einmal minimalste Schutzkleidung, sondern lediglich eine kurze Hose und Stöckelschuhe.

"Solche Raser pflegen teilweise sogar eigene Internetauftritte. Sie filmen sich beim ihren lebensgefährlichen Fahrten und stellen die Videos im Internet z.B. auf Videoportalen ein. Hier wird die Gefahr durch Raserei verharmlost und völlig zu Unrecht glorifiziert", heißt es in der Pressemitteilung aus dem Ministerium. „Diese Videos von lebensgefährlichen Kurvenfahrten und Überholmanövern können gerade junge Fahrer zum Nachahmen verführen“, warnte Jäger.

Die meisten Biker sind keine Raser, aber auch die Motorradfahrer, die umsichtig fahren und sich an die Regeln halten, sind Gefahren ausgesetzt. Nach Erfahrungen der Polizei unterschätzen Anfänger und Wiedereinsteiger oftmals die Leistung ihrer Motorräder und überschätzen die eigenen, fahrerischen Fähigkeiten. Sie sind häufig in Unfälle verwickelt.

„Jeder Biker sollte deshalb regelmäßig an einem Sicherheitstraining teilnehmen, um sich mit seiner Maschine vertraut zu machen. „Es ist wichtig, den richtigen Umgang mit seinem Motorrad zu üben. Insbesondere bei schwierigen Brems- und Ausweichmanövern muss man seine Maschine beherrschen können. Training und eine angepasste Geschwindigkeit retten Leben“, bekräftigte der Innenminister. - dpa/eB

Quelle: wa.de

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