Blitzeis und Weiche - IC seit mehr als 20 Stunden verspätet

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Mitarbeiter des Roten Kreuz in Marienhafe (Niedersachsen) Reisende eines IC. Das Winterwetter hatte mit Blitzeis eine Weiterfahrt des IC nach Köln verhindert.

Emden/Köln - Der Chaostrip eines seit mehr als 20 Stunden verspäteten IC aus Norddeutschland nach Köln geht weiter: War der Zug zunächst durch Blitzeis über Nacht in Norddeich auf offener Strecke blockiert, so strandete er wegen einer defekten Weiche am Montagmorgen erneut, dieses Mal in Emden.

Techniker versuchten, die Panne zu reparieren, teilte die Deutsche Bahn mit. Am Vormittag hatte der Zug fast 23 Stunden Verspätung - eigentlich hätte er bereits am Sonntag um 12.34 Uhr in Emden abfahren sollen. Auch die Straßen in Ostfriesland waren teils mit einer Eisschicht überzogen und spiegelglatt.

Hunderte Fahrgäste verbrachten die Nacht im Zug. Sie wurden von Helfern mit Getränken und Mahlzeiten versorgt. Bei vielen war am Montagmorgen die Geduld zu Ende, nachdem sie die Nacht im Zug oder auf Feldbetten in der Halle einer Fährgesellschaft verbracht hatten. Als sich die Fahrt am Morgen erneut verzögerte, sei die Stimmung gekippt, erzählte Fahrgast Maximilian Mühlens, der Silvester auf Norderney gefeiert hatte. "Hier ist es spiegelglatt. Aber in Russland fahren die Züge ja auch", sagte der Student aus Bonn. "Warum das bei der Bahn nicht klappt, ist mir ein Rätsel."

Helfer des Deutschen Roten Kreuzes hatten die gestrandeten Fahrgäste mit heißen Getränken und Snacks versorgt. Insgesamt saßen nach Angaben von Mühlens im IC 2203 etwa 600 Passagiere, darunter auch rund 30 Kinder. - dpa

Quelle: wa.de

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