Betriebsversammlung 

198 Mitarbeiter verlieren ihren Job bei Kettler

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Um 10.30 Uhr startet die wichtige Betriebsversammlung bei Kettler.

Werl/Ense [Update 12.50 Uhr] - Nach der Kettler-Betriebsversammlung ist die Stimmung unter den Mitarbeitern bedrückend. Um 10.30 Uhr startete die entscheidende Versammlung, zu der die Eigentümerin Dr. Karina Kettler nicht gekommen ist.   

Vor der Versammlung war bereits klar, dass der Freizeitartikel-Produzent gerettet ist und zuversichtlich ins Jahr 2016 gehen kann. 

In der Versammlung wurde nun die konkrete Zahl von 198 Mitarbeitern genannt, denen in den nächsten Tagen die Kündigung zugeschickt wird. Die Mitarbeiter zeigten sich schockiert, dass die Liste der Mitarbeiter, die ihren Job verlieren sollen, bereits existiert, Namen aber nicht genannt wurden. 

Die Kündigungen würden in den kommenden Tagen zugestellt. Sie werden also alle abwarten müssen, was im Briefkasten ist. 

In den Gesprächen mit den Mitarbeitern nach der Versammlung wurde deutlich, dass viele Fragen nicht beantwortet worden sind. So wurde zwar gesagt, dass das Fahrradwerk im Saarland wohl gerettet sei, aber nicht wie. Auch was mit dem Werk in Kamen passieren soll, ist unklar.

Viele Gespräche zur Zukunft der Firma

In der vergangenen Woche hatte es viele Gesprächsrunden zur Zukunft der Firma gegeben. Den dort getroffenen Entscheidungen müssen nun noch die Gläubiger-Ausschüsse zustimmen.

Die Zeit, sie drängt inzwischen, denn bis zum Monatsende musste ein Ergebnis vorliegen. Während der wochenlangen Gespräche hatte die IG Metall immer wieder betont: Nur eine sozialverträgliche Lösung werde akzeptiert. Mithin werde man keinesfalls die anfangs im Raum stehenden rund 400 Arbeitsplätze akzeptieren, die gestrichen werden sollten.

Es wird etwa die Hälfte sein, wobei versucht wird. Am Mittwoch wurde auch klar, das Instrumente wie Vorruhestand oder Altersteilzeit nicht genutzt werden.

Zukunft des Fahrradwerks in Hanweiler ist sicher

Gerungen wurde in den Verhandlungen auch und gerade um den Standort des Fahrradwerks im saarländischen Hanweiler. Das Strukturpapier, das den Gesprächen zugrunde lag, sah eine Ausgliederung dieses Werks vor. Bereits seit Samstag steht fest, dass man sich für Hanweiler auf eine „zukunftsorientierte Lösung ohne betriebsbedingte Kündigungen“ verständigt habe. Das kann nur einem Verkauf gleichkommen, auch wenn dies noch nicht bestätigt wurde. Als sicher gilt, dass die Räder auch künftig unter der Marke Kettler gefertigt werden sollen.

Quelle: wa.de

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