Becherstapler ermitteln in Essen neue Europameister

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Schon die Kleinsten stapeln die Becher.

Essen - Manchmal geht's schneller als der Schiri gucken kann. Darum kommt beim Becherstapeln eine Highspeed-Kamera zum Einsatz. Der Verband wünscht sich noch mehr aktive "Stacker" in Deutschland. Schließlich schult der Sport Koordination und Reaktionsvermögen. Die schnellsten Becherstapler Europas machen am Wochenende in Essen ihre neuen Meister unter sich aus.

Die "International Sport Stacking Federation Deutschland" (ISSF) rechnet mit rund 70 Teilnehmern, darunter mehrere Weltmeister und Weltrekordhalter.

Ein erfolgreicher Stapler brauche "eine gute Auge-Hand-Koordination und ein gutes Reaktionsvermögen", erklärt der ISSF-Deutschland-Vorsitzende Axel Richter. "Der Sport fördert das soziale Verhalten, und die Kinder lernen spielerisch, sich zu konzentrieren."

Stacking sei in Deutschland mit rund 400 Aktiven noch ein Nischen-Hobby. "Das ist sehr schade. In Amerika zum Beispiel ist es Schulsport", sagt der Verbandsvorsitzende.

Im Wettkampf müssen die Teilnehmer Becher in affenartiger Geschwindigkeit hochstapeln und auch wieder zusammenstecken. Und zwar nicht irgendwie, sondern nach einer festgelegten Reihenfolge der Handgriffe.

An jedem Tisch werde mit Highspeed-Kameras gefilmt, erklärt Richter. Wenn sich ein Schiedsrichter unsicher ist, wird nochmal genau nachgeschaut.

Dem Verband zufolge sind in Deutschland Stacker im Alter von 4 bis 82 Jahren aktiv. "Unsere Seniorin tingelt durch Altenheime und bringt den Menschen dort den Sport nahe", erzählt Richter.

Geeignet sei nicht jeder x-beliebige Zahnputzbecher. Die Spezialgefäße fürs Stacking haben innen Abstandshalter und Löcher im Boden, damit beim Stapeln kein Vakuum entsteht. - dpa

Quelle: wa.de

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