Es wird Frühling in NRW - Spargel-Ernte beginnt

+

NRW - Temperaturen bis 18 Grad sagen die Meteorologen für das Wochenende in Nordrhein-Westfalen voraus. Der Frühling steht in den Startlöchern - und die Spargelbauern auch.

Der März war meist kalt und nass - doch jetzt stellt die Natur auf Frühling um. Sogar den ersten Spargel aus Nordrhein-Westfalen gibt es schon. In den Gewächshäusern und im Rheinischen Revier, wo der Spargel mit warmem Wasser aus dem Braunkohle-Tagebau versorgt wird, hat die Spargelernte begonnen. Ab dem Wochenende soll auch das Wetter besser werden - mit mehr Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen zwischen 15 und 18 Grad, heißt es beim Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Essen.

Auch auf den unbeheizten Feldern etwa am Niederrhein könnte deshalb schon vor dem offiziellen Saisonstart der erste Spargel geerntet werden, sagte Ralf Große Dankbar, Spargelberater der Landwirtschaftskammer NRW, am Mittwoch. Denn viele Bauern setzen auf den Tunnelbau, decken das Gemüse also mit mehreren Planen ab. Zwischen den Folien sammelt sich dann warme Luft und ein Effekt wie im Gewächshaus entsteht. Das schütze den Spargel auch vor Nachtfrost, wie er im April immer wieder vorkomme, sagte Große Dankbar.

Eigentlich beginnt die Spargelsaison erst am 12. April. In NRW bauen mehr als 400 Höfe Spargel auf mehr als 4000 Hektar an.

Derzeit ziehen nach Angaben des Naturschutzbundes Nabu Kraniche auf dem Weg zu den Brutgebieten nach Skandinavien durch NRW. "Die kommen immer kleckerweise", erklärte Nabu-Sprecherin Birgit Königs. Erste Störche seien bereits Anfang März aus Afrika zurückgekehrt.

Der Rückblick beim Wetter fällt weniger freundlich aus. Der März war kalt und nass. Aber immerhin war der Ostersamstag in Nordrhein-Westfalen mit teils über 15 Grad der wärmste Tag im März dieses Jahres. Der erste Tag war gleich der frostigste im ganzen Monat: In Eslohe im Hochsauerland etwa wurden minus 8,8 Grad gemessen, in Essen und Aachen immerhin noch minus 3,9 Grad.

Im Vergleich zu vergangenen Jahren war der März nasser. Der ergiebige Niederschlag mit stellenweise bis zu 112 Litern pro Quadratmeter biete aber perfektes Wachstumswetter, erklärt ein DWD-Sprecher. "In nächster Zeit kann das Wachstum in der Natur dann explodieren." - dpa

Quelle: wa.de

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare