Bahnverkehr im Münsterland gestört - Brand in Kabelschacht

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Münster - Ohne Signalleitungen läuft bei der Bahn nichts. Das bekamen am Wochenende Bahnfahrer im Münsterland zu spüren. In einem Kabelschacht hatte es gebrannt. Das "Nervensystem" des Zugnetzes war erheblich gestört.

Ein Kabelbrand hat am Wochenende im Münsterland für erhebliche Störungen im Bahnverkehr gesorgt. Auf den Strecken Münster - Rheine, Münster - Gronau und Münster - Warendorf konnten seit dem späten Samstagnachmittag keine Züge fahren. Der Zugverkehr könnte voraussichtlich erst wieder mit Betriebsbeginn am Montagmorgen planmäßig laufen, sagte ein Bahnsprecher am Sonntag in Berlin.

Der Brand war nach Angaben der Bundespolizei in einem Kabelschacht in Münster ausgebrochen. Die Brandstelle sei in einem kleinen Waldstück, wo Altpapier und anderer Unrat herumgelegen habe. Der Abfall sei möglicherweise angezündet worden. Das Feuer habe dann auf den Kabelschaft übergegriffen. Die Bahn sprach in einer Mitteilung von Brandstiftung. Den ganzen Sonntag über mussten Züge des Fernverkehrs zwischen Münster und Rheine über Osnabrück umgeleitet werden.

Dies führte zu Verspätungen. Im Regionalverkehr fielen die Züge der Linien RE 7 (Krefeld - Rheine) sowie RE 15 (Münster - Emden) zwischen Münster und Rheine aus. Die Züge der Linie RB 64 fuhren zwischen Münster und Altenberge nicht. Ersatzweise verkehrten jeweils Busse. Auch zwischen Münster und Rheda-Wiedenbrück (über Warendorf) fuhren Busse.

Bei dem Brand wurden laut Bahn mehrere Signalkabel beschädigt. Dadurch kam es zu Störungen an Signalanlagen und Bahnübergängen.

dpa

Quelle: wa.de

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