Plötzlicher Nebel

A 33: 24 Autos an Massenunfall beteiligt 

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Massenunfall im dichten Nebel: Rettungskräfte aus halb Westfalen waren in der Neujahrsnacht im Einsatz, um die Unfallstelle bei Paderborn zu sichern und die Verletzten zu versorgen.

Paderborn [Update 15.10 Uhr] - Schrecklicher Start ins neue Jahr: Eine Nebelwand nahm Autofahrern auf einer Autobahn in Ostwestfalen kurz nach Mitternacht plötzlich die Sicht. Zwei dutzend Fahrzeuge waren beteiligt. Ein 79 Jahre alter Mann aus Bielefeld starb.

Die Massenkarambolage ereignete sich gegen ein Uhr auf der Autobahn 33, Fahrtrichtung Bielefeld, kurz hinter der Anschlussstelle Schloss Neuhaus. 24 Fahrzeuge waren in den Unfall verwickelt, wie ein Sprecher der Polizei sagte.

Als Ursache nannte die Behörde plötzlich auftretenden Nebel mit Sichtweiten von „nahezu null“. Zudem soll die Fahrbahn glatt gewesen sein. Die Unfallstelle liegt in Höhe der Lippeaue. 

Die Nebelbank habe wohl einige Fahrer zu plötzlichem Bremsen bewegt, dann seien andere Autos aufgefahren. „Ich war auf dem Rückweg von der Silvesterfeier, auf der rechten Spur unterwegs“, berichtete ein Augenzeuge dem „Westfalenblatt“. „Dann fuhr ich in eine Nebelbank und habe plötzlich nichts mehr gesehen.“ Die Autobahn war innerhalb von Sekunden durch zerstörte Autowracks blockiert.

66 Menschen wurden verletzt, zehn von ihnen schwer.

Nach Informationen der „Neuen Westfälischen“ löste die Kreisfeuerwehrzentrale in Büren-Ahden um 0.57 Uhr einen Großalarm für Feuerwehren und Rettungskräfte aus. Einsatzkräfte aus den Kreisen Paderborn, Soest, Lippe, Gütersloh und aus Bielefeld seien alarmiert worden, darunter ein halbes Dutzend Notärzte.

Die Unfallstelle auf der A 33 war noch bis zum Neujahrsnachmittag gesperrt.

Ein Team von Notfallseelsorgern habe sich um die Unfallopfer gekümmert, die sich teilweise auf der Rückfahrt von Silvesterfeiern befunden hätten und daher festlich gekleidet gewesen seien. Die Paderborner Feuerwehr musste die Mittelleitplanken an zwei Stellen durchtrennen, um den Abtransport von Verletzten und die Bergung der Unfallfahrzeuge sicherzustellen.

Insgesamt seien mehr als 150 Helfer bis zum Morgen im Einsatz gewesen.

Nach der Karambolage war die A 33 auf beiden Seiten gesperrt. Beide Spuren der Autobahn in Richtung Bielefeld wurden am Nachmittag wieder freigegeben. Das teilte die Polizei Bielefeld mit. Auf der Gegenseite in Richtung Brilon floss der Verkehr etwas früher wieder.

Die Ermittlungen der Polizei dauern an. Nach einer ersten Pressemitteilung gehen die Behörden von „drei miteinander zusammenhängenden Einzelunfällen“ aus.

Der plötzliche Eisnebel beeinflusste auch den Straßenverkehr abseits der Autobahn. Autofahrer aus Paderborn ließen sich nachts im Raum Schloss Neuhaus teilweise von Fußgängern leiten, da sie auch bei Schrittgeschwindigkeit keine ausreichende Sicht mehr hatten. - WA/lnw/afp

Quelle: wa.de

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