Spendenbereitschaft ist nicht zu toppen

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Die Aktiven der Flüchtlingshilfe Erwitte waren überwältigt von der Spendenbereitschaft der Mitbürgerschaft.

Erwitte - Völlig überwältigt zeigen sich in diesen Tagen die engagierten Frauen und Männer aus dem gesamten Stadtgebiet, die sich der Flüchtlingshilfe verschrieben haben. Ihr Spendenaufruf, primär über den Patriot, verhallte nicht.

Vielmehr löste das Bitten um Möbelstücke sowie um Gebrauchsgegenständen für den Alltag, Geschirr, Besteck, Glaswaren, Kochuntensilien, Bettdecken , -kissen, Matratzen, Lattenroste und viele andere Dinge mehr, eine Spendeninitiative der besonderen Art aus. Darüber zeigte sich unter anderem Brigitte Strauch, nur eine der Aktivisten in Sachen Flüchtlinge, gegenüber dem Patriot äußert dankbar. Mit fünf Pkw,  zum Teil mit geräumigen Anhängern ausgestattet, wurde am Samstag die Fülle der Sachspenden bei den Mitbürgerinnen und -bürgern im Stadtgebiet abgeholt und zur Hellweghalle transportiert.

Zwei Helferinnen in Aktion.

All die Dinge sichtete ein Team genau und die einzelnen Möbel, insbesondere die Betten sowie zum Beispiel Regale und Tische, baute man zusammen. Erfreut stellte Brigitte Strauch gestern Mittag auf Nachfrage fest, dass mit gespendeten Betten nun circa 30 Personen ausgestattet werden können. Ebenso steht nun ein kleiner Fundus an Kinderbetten zur Verfügung, die im Möbellager deponiert sind. Die stadtweite Spendenbereitschaft erlaubt es nunmehr auch, etwa 100 Menschen mit Geschirr, Besteck, Kaffeebechern auszustatten. Ebenso wurde eine Vielzahl  von Thermoskannen, Glasschalen, Kochtöpfen, Pfannen, Trinkbechern, Babyfläschchen und vielem mehr zur Verfügung gestellt. All diese Dinge wurden, insbesondere von Ulrike Ködding und anderen Damen, bereits gespült, so  dass sie sofort in Gebrauch genommen werden können. Damit sie bis dahin nicht wieder anstauben, wurde alles in Folie eingewickelt. Hinzu kommen noch stapelweise Bettwäsche, Laken, Handtücher, Kopfkissen oder auch Wolldecken.

Aber auch Fernsehgeräte oder andere Haushaltsgeräte hat die Flüchtlingshilfe nun in ihrem Lager und kann diese dann sofort bei Bedarf weitergeben, fasste Brigitte Strauch zusammen. Bei der Sammelaktion waren etwa 30 Helferinnen und Helfer der Flüchtlingshilfe ehrenamtlich über Stunden im Einsatz. Tatkräftig packten auch Flüchtlinge, die schon länger in Erwitte leben, mit an und zeigten ihre Soldidarität. Hinzu kamen noch etwa zehn Bürgerinnen und Bürger, die auf eine Meldung im Patriot reagierten. Auch wurden spontan noch Sachspenden in der Hellweghalle übergeben. „Was hier abgeht ist wirklich nicht zu toppen“, meinte ein Mitglied der Flüchtlingshilfe. Ein junger Mann aus dem Kosovo fügte hinzu: „Wir sind überwältigt, was Ihr für große Hilfe leistet.“

Caritas St. Laurentius sorgt für Verpflegung

Damit die Helferschaft bei Kräften blieb, übernahm ein Team der Caritas St. Laurentius die Verpflegung während des Arbeitseinsatzes. In diesen Tagen soll nunmehr der Bürgersaal der Hellweghalle als Unterkunft für weitere Flüchtlinge hergerichtet werden. Dazu erklärte Fachbereichsleiter Ralf Linnebur, dass dort etwa 30 bis 40 Menschen ein Dach über dem Kopf finden. Für die Zubereitung von Mahlzeiten wird auf der Terrasse vor dem Eingang zum Bürgersaal eigens ein Küchencontainer aufgestellt. Einvernehmlich mit den Sportlern von Westfalia Erwitte erreichte die Stadt, dass für die Flüchtlinge die Duschen und Waschgelegenheiten der Fußballspieler zur Verfügung stehen. So wurde in Gesprächen geregelt, dass sich die Sportler weiterhin beim Training und bei Spielen in den Kabinen umkleiden und ihre angestammten Duschräume, wie bisher gewohnt, nutzen können.

Quelle: wa.de

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