Kraft: CDU attackiert Verweigerungshaltung zur AfD

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Ministerpräsidentin Hannelore Kraft steht wegen ihrer Verweigerungshaltung zu TV-Duellen mit der AfD in der Kritik.

Düsseldorf - Die CDU nimmt Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) wegen ihrer Haltung zur rechtspopulistischen AfD in die Zange. Kraft hatte am Wochenende angekündigt, nicht mit AfD-Vertretern an Fernsehsendungen teilzunehmen.

Am Mittwoch soll der Landtag auf CDU-Antrag in einer Aktuellen Stunde über das Thema debattieren: "Die Landesregierung darf gegenüber Rechtspopulisten nicht schweigen." Das kündigte CDU-Fraktionschef Armin Laschet am Montag in Düsseldorf an. Nach ihrem zu langen Schweigen zum Mob in der Silvesternacht sei das die falsche Strategie, kritisierte Laschet. "Jetzt wieder abzutauchen und die AfD nicht zu stellen, wäre der nächste politische Fehler", sagte er. "Es wäre gut, wenn die Frau Ministerpräsidentin für die Werte dieses Landes, für die Demokratie kämpfen würde - gegen die AfD und auch mit der AfD." Mit der Aussage hatte Kraft sich ihrer Parteifreundin Malu Dreyer angeschlossen. 

Wie dringlich das sei, zeigen laut Laschet die Vorgänge in der Essener SPD. Dort hatten nach heftiger Kritik drei SPD-Ortsverbände einen geplanten Protestmarsch gegen mehr Flüchtlinge abgesagt. Bei der SPD-Aktion wollten "Rechte gleich mitmachen" und Linke dagegen demonstrieren, stellte Laschet fest. "So einen Vorgang hat es in NRW noch nicht gegeben."

Quelle: wa.de

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