Anschlag in Essen: Weiterer Verdächtiger wieder frei

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Nach dem Anschlag auf ein Gebetshaus der Regligionsgemeinschaft Sikh in Essen wurde ein weiterer Verdächtiger entlassen.

[UPDATE 10.35 Uhr] Essen - Die Ermittlungen zum Bombenanschlag auf ein Gebetshaus der Sikhs in Essen laufen weiter auf Hochtouren. Ein junger Mann, der am Donnerstagabend in Gewahrsam genommen worden war, ist wieder auf freiem Fuß. Er sei noch in der Nacht entlassen worden, sagte ein Sprecher der Essener Polizei am Freitag, nannte aber keine weiteren Details.

Zwei 16-Jährige sollen den Bombenanschlag auf das Gebetshaus der Sikhs in Essen verübt haben. Sie befinden sich in Untersuchungshaft. Ein Richter erließ am Donnerstag Haftbefehl gegen die beiden jungen Männer. Die Ermittler vermuten, dass die beiden unter Terrorverdacht stehenden Jugendlichen nicht allein für die Bombenexplosion verantwortlich sind. Die Ermittler vermuten, dass die beiden unter Terrorverdacht stehenden Jugendlichen nicht allein für die Bombenexplosion verantwortlich sind. 

Am späten Donnerstagabend nahm die Polizei einen weiteren jungen Mann in Gewahrsam, der möglicherweise in Verbindung mit dem Anschlag steht. Das teilte eine Polizeisprecherin am Freitag mit. Ob und inwiefern der Mann Kontakt zu den beiden 16-Jährigen hatte, werde derzeit geprüft. Nähere Angaben machte die Sprecherin nicht. 

Mehr zu dem Anschlag in Essen

Die Polizei hatte die beiden 16-Jährigen am Donnerstag festgenommen. 60 bis 70 Beamte seien auch weiterhin rund um die Uhr im Einsatz, um die Tat aufzuklären. Die beiden in Deutschland geborenen Jugendlichen sollen am Samstag nach einer indischen Hochzeit im Gebetshaus der Religionsgemeinschaft Sikh in Essen eine Bombe gezündet haben. Drei Menschen wurden verletzt, einer von ihnen schwer. Über das Motiv der Tat wurde bislang nichts bekannt. Die Jugendlichen kamen in Untersuchungshaft. 

Dem Anschlag zum Trotz hält die Gemeinde an ihrer bereits seit Langem geplanten Prozession durch die Essener Innenstadt an diesem Samstag fest. Sie erwartet mehrere Tausend Teilnehmer. Bei der "Nagar Kirtan" genannten Prozession wird die Heilige Schrift der Religionsgemeinschaft mitgeführt. Die Veranstaltung soll unter anderem die Gemeinde in der Öffentlichkeit bekannt machen. - dpa

Quelle: wa.de

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