Unfalltod von Malanda: Fahrer soll bei Regen gerast sein

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Bielefeld/Minden - Acht Monate nach dem tödlichen Unfall des Wolfsburger Fußballprofis Junior Malanda hat die Staatsanwaltschaft Einzelheiten zur Anklage gegen den Fahrer des Unfallautos mitgeteilt.

Der 20-jährige belgische Fußballspieler und Freund Malandas wird beschuldigt, bei starkem Regen und Sturm mit 120 Stundenkilometern deutlich zu schnell gefahren zu sein, wie der Bielefelder Staatsanwalt am Dienstag Medienberichte bestätigte.

Auf der A2 bei Porta Westfalica gilt bei Nässe eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 Kilometern pro Stunde. Die Staatsanwaltschaft hat daher Anklage wegen fahrlässiger Tötung erhoben. Malanda, Spieler des Bundesligisten VfL Wolfsburg, hatte unangeschnallt auf der Rückbank gesessen und war bei dem Unfall am 10. Januar aus dem Wagen geschleudert worden.

Das Gericht werde frühestens Ende des Jahres über die Zulassung der Anklage entscheiden können, sagte ein Gerichtssprecher des Amtsgerichts Minden am Montag. Dort warten die Richter auf ein medizinisch-technisches Gutachten. Es geht der Frage nach, ob Malanda überlebt hätte, wenn er angeschnallt gewesen wäre. Damit wollen die Richter klären, inwieweit der beschuldigte Fahrer tatsächlich seine Sorgfaltspflicht verletzt habe. - dpa

Quelle: wa.de

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