Cold-Water-Challenge-Prozess: Fahrer kommt mit Geldauflage davon

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Bei der Jux-Aktion stürzte ein Bagger mit der Schaufel voran in eine Menschenmenge und tötete einen Menschen.

Bocholt - Aus einer Jux-Aktion zum guten Zweck wurde ein tödlicher Unfall: Nach dem Tod von einem Menschen bei einer sogenannten Cold-Water-Challenge musste das Gericht entscheiden. Abgeschlossen ist das Verfahren dennoch nicht.

Im Prozess um den tödlichen Unfall bei einer sogenannten Cold-Water-Challenge kommt der Fahrer des Baggers mit einer Geldzahlung davon. Bei der Jux-Aktion eines Kegelclubs hatte er einen Bagger gesteuert, der mit der Schaufel voran in eine Menschenmenge gestürzt war. Dabei kam ein Mann ums Leben, mehrere Menschen wurden verletzt.

Am Freitag stimmten die Verteidiger und der Staatsanwalt vor dem Amtsgericht in Bocholt zu, zumindest das Verfahren gegen einen der beiden Beschuldigten gegen die Geldauflage einzustellen. 3500 Euro sollen an die Krzysztof-Nowak-Stiftung fließen, die sich für Menschen einsetzt, die an der Nervenkrankheit ALS leiden.

Angeklagter bleibt ohne Vorstrafen

Der Mann bleibt durch die Einstellung des Verfahrens ohne Vorstrafen. Der 37-Jährige hatte vor Gericht mit tränenerstickter Stimme erzählt, wie er den Unfall aus der Fahrerkabine mit angesehen hatte. Das Verfahren gegen den 51-jährigen Besitzer des Baggers wurde am Freitag fortgesetzt. Nach Aussage eines Gutachters hatte ein Warnsystem an der Landwirtschaftsmaschine nicht ausgelöst und vor dem Kippen gewarnt.

Der Besitzer des Fahrzeugs bestritt in seiner Aussage, das Gerät verliehen zu haben, obwohl er von dem Defekt wusste. In Gruppen wie Kegelclubs oder bei der Feuerwehr hatte sich die "Cold-Water-Challenge" vor Jahren weltweit verbreitet. Daraus wurde dann die "Ice Bucket Challenge", bei der Geld für die Nervenkrankheit ALS gesammelt wurden. - dpa

Quelle: wa.de

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