Angehörige der Germanwings-Opfer trauern in Le Vernet und Haltern

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Kerzen und frische Blumen liegen in Haltern am See  vor dem Joseph-König-Gymnasium an einer Gedenktafel für die Opfer des Germanwings-Absturzes in den französischen Alpen.

Marseille/Haltern am See - Fast genau ein Jahr nach der Germanwings-Katastrophe in den französischen Alpen sind in Marseille zahlreiche Angehörige der Absturz-Opfer zu einer Gedenkfeier zusammengekommen. Mit Blumen und Kerzen erinnern Schüler und Angehörige auch in Haltern an die Opfer. 

Abgeschirmt von Sicherheitskräften trafen sich Verwandte und Bekannte am Mittwochabend in der großen Halle eins des Veranstaltungszentrums Chanot in der südfranzösischen Hafenstadt. Die Lufthansa - Mutterkonzern von Germanwings - erwartete mehr als 600 Angehörige zu den Feierlichkeiten in Frankreich. 

Während eines überkonfessionellen Gottesdienstes sollte die Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen, Annette Kurschus, die Predigt halten. Kurschus hatte bereits im April 2015 zusammen mit dem katholischen Kardinal Rainer Maria Woelki die Trauerfeier im Kölner Dom geleitet. 

An diesem Donnerstag, genau ein Jahr nach dem Absturz von 4U9525 am 24. März 2015, soll im französischen Le Vernet sowie in der Ruhrgebietsstadt Haltern an die Katastrophe erinnert werden. Der kleine Alpen-Ort Le Vernet liegt nur wenige Kilometer entfernt von der schwer zugänglichen Absturzstelle in etwa 1500 Metern Höhe. 

Aus Haltern stammte eine Schülergruppe mit ihren Lehrerinnen - alle 18 starben bei dem Unglück. Der psychisch kranke Copilot Andreas Lubitz hatte den Airbus A320 absichtlich in den Felsen gesteuert. Alle 150 Menschen an Bord kamen um Leben, 72 davon aus Deutschland.

Um 10.41 Uhr - dem Zeitpunkt des Absturzes vor einem Jahr - hält auch Haltern für eine Minute inne. Währenddessen läuten alle Kirchenglocken. Daran schließt sich eine ökumenische Andacht in der katholischen Stadtkirche am Marktplatz (cirka 11.00 Uhr) an. Viele Angehörige der Opfer sowie der Schulleiter des Halterner Gymnasiums sind allerdings zu den Gedenkfeierlichkeiten nach Frankreich gereist.

Quelle: wa.de

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