Wegen Mordes und besonders schwerer Brandstiftung

Gärtner aus Warstein (71) soll Frau in Dortmund getötet haben: Haftbefehl!

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[Update 14.06 Uhr] Dortmund/Warstein - Ein 71-jähriger Mann aus Warstein ist am Mittwoch unter dem dringenden Tatverdacht festgenommen worden, eine 89-jährige Frau am 12. April in Dortmund-Sölde getötet und anschließend deren Wohnung in Brand gesetzt zu haben. Die Staatsanwaltschaft Dortmund hatte Haftbefehl wegen Mordes und besonders schwerer Brandstiftung beim zuständigen Amtsgericht beantragt, dieser wurde am Mittag erlassen.

Mit diesem Fahndungsplakat hatte sich die Polizei am 17. April an die Öffentlichkeit gewendet. Jetzt wurde ein Mann aus Warstein unter dringendem Tatverdacht festgenommen.

In einer gemeinsamen Presseerklärung der Staatsanwaltschaft und des Polizeipräsidiums Dortmund von Donnerstagmorgen heißt es, dass die Leiche der Seniorin Stichverletzungen aufgewiesen habe. 

"Die durchgeführte Obduktion hat bestätigt, dass die Frau aufgrund massiver Gewalt verstorben ist. Das Haus der Frau wurde nach Tatbegehung unter Zuhilfenahme von Brandbeschleuniger in Brand gesetzt, dies hat die Begutachtung des Tatortes durch einen Brandsachverständigen ergeben", heißt es weiter. 

Am Mittwoch sei der 71-jährige Mann aus Warstein festgenommen worden. "Die Spurenauswertungen am Tatort haben Hinweise hinsichtlich des Festgenommenen geliefert. Der Mann ist der Getöteten nach eigenen Angaben in der Vergangenheit im Garten zur Hand gegangen. Zur Tat hat der Tatverdächtige bislang keine Angaben gemacht", so die Ermittler weiter.

Der "dringend Tatverdächtige" werde am Donnerstag dem zuständigen Haftrichter vorgeführt. Die Staatsanwaltschaft Dortmund hat einen Haftbefehl wegen Mordes und besonders schwerer Brandstiftung beim zuständigen Amtsgericht beantragt.

Am frühen Nachmittag teilten Staatsanwaltschaft und Polizei Dortmund gemeinsam mit, dass dieser Haftbefehl erlassen worden sei.

Der Mord soll sich am Dienstag, 12. April, in der Zeit zwischen 19 und 20 Uhr ereignet haben. Ein Anrufer hatte um 20.05 Uhr den Brand in Dortmund gemeldet, mit dem die Tat offensichtlich vertuscht werden sollte. 66 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren mit den Löscharbeiten befasst, bei denen die Leiche im Erdgeschoss des freistehenden Hauses gefunden worden war.

Nach der Obduktion der Leiche der 89-Jährigen war zunächst nur die Rede davon gewesen, dass es "Hinweise auf Gewalteinwirkung" gebe. Jetzt erst wurde dies dahingehend konkretisiert, dass Stichverletzungen festgestellt worden waren.

Quelle: wa.de

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