Tödliche Hammer-Hiebe auf Ehefrau: Mann kommt in Psychiatrie

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Der Angeklagte muss in die Psychiatrie.

[Update, 16.15] Krefeld - Ein Mann erschlägt seine Frau, nach über 35 Jahren Ehe. Der psychisch kranke Mann kommt in ein Krankenhaus für Straftäter. Das hat das Landgericht Krefeld entschieden. Der 56-Jährige stimmt zu.

Nach mehr als 35 Ehejahren hat im März ein Mann seine Frau mit 23 Hammerschlägen erschlagen. Wegen einer wahnhaften Störung wird der 56-Jährige nun dauerhaft in einem geschlossenen psychiatrischen Krankenhaus für Straftäter untergebracht. Das hat das Landgericht Krefeld am Montag entschieden und damit einen Prozess wegen Mordes gegen den Familienvater beendet. Der Mann hatte die Tat gestanden. Die Staatsanwaltschaft und die Anwältin des Beschuldigten hatten die Unterbringung beantragt. Noch im Gerichtssaal nahm der Kraftfahrer das Urteil an. In der Tiefgarage des Wohnhauses in Krefeldes, in dem das Paar lebte, war die Leiche der 53 Jahre alten Ehefrau entdeckt worden. Die Tote war im Kofferraum versteckt.

Wahnhafte Vorstellungen belasteten die Ehe

Im Prozess behauptete der Angeklagte, seine Frau habe ein Doppelleben geführt, einer Sekte angehört und ihn betrogen. Tatsächlich hatten die wahnhaften Vorstellungen des psychisch kranken Mannes die Ehe belastet. Die Obduktion ergab, dass der Frau mit 23 Hammerschlägen der Schädel zertrümmert worden war. Kurz zuvor hatte sie ihrem Mann die Trennung angekündigt. Ob die Bluttat sich auf dem Seitenstreifen der Autobahn oder in der Tiefgarage ereignete - der Mann hatte beide Versionen ausgesagt - lasse sich nicht mehr klären, meinte die Staatsanwaltschaft. Die Frau habe in keinem Fall eine Chance gehabt, sich zu wehren. Der Lastwagenfahrer hatte sich am Tag nach der Tat im März 2015 bei seinem Arbeitgeber gemeldet und gesagt, er könne nicht zur Arbeit kommen, es würde Blut fließen. Daraufhin alarmierte der Unternehmer die Polizei. Die Beamten entdeckten die Leiche im Kofferraum. - dpa

Quelle: wa.de

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