Pyrotechnik statt Kettensäge

Apfelbaum in Unna gesprengt - Holz fliegt 70 Meter weit

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Der gesprengte Apfelbaum.

Unna - Ein Mann aus Unna hat am Dienstagabend seine Nachbarn verschreckt und einen Polizeieinsatz heraufbeschworen. Wie die Kreispolizeibehörde Unna am Mittwoch mitteilte, war der 23-Jährige einem Apfelbaum nicht mit der Säge auf den Pelz gerückt, sondern hatte zu Pyrotechnik gegriffen und den Baum kurzerhand gesprengt. Das Holz flog bis in einen 70 Meter entfernten Kreisverkehr, verletzt wurde niemand.

Am Dienstagabend gegen 20.15 Uhr gingen gleich mehrere Notrufe bei der Polizeileitstelle in Unna ein: Anwohner der Hammer Straße meldeten einen lauten Knall sowie herumfliegende Holzstücke und Rauchentwicklung.

Holzstücke flogen bis in einen 70 Meter entfernten Kreisverkehr.

Am Einsatzort eingetroffen stellten die Beamten dann fest, dass ein Apfelbaum gesprengt worden war. "Große Holzstücke des Stammes lagen weit versprengt auf der Wiese. Weitere Holzstücke flogen bis auf Nachbargrundstücke. Auch im ca. 70 Meter entfernten Kreisverkehr Hammer Straße/Viktoriastraße wurden Holzstücke des Apfelbaumes gefunden. Glücklicherweise wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand durch verletzt", teilte die Polizei mit.

Die Pyrotechnik wurde sichergestellt.

Ermittlungen ergaben schnell, dass der 23-jährige Mann aus Unna den Apfelbaum in seinem Garten mittels Sprengstoff gefällt hatte. "Bei der Durchsuchung seines Hauses wurden im Wohnbereich größere Mengen (ca. 50 kg) an frei verkäuflicher Pyrotechnik aufgefunden. Einige pyrotechnische Gegenstände waren in nicht zulässiger Weise modifiziert worden. Das Landeskriminalamt wurde zur Begutachtung der sichergestellten pyrotechnischen Gegenstände verständigt. Der 23-jährige Unnaer gab an, eine Konzession zum Handel mit Pyrotechnik zu besitzen, verweigerte jedoch ansonsten die Aussage", so die Polizei weiter. - eB

Quelle: wa.de

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