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Christchurch: Gedenken an Erdbebenopfer von 2011

Christchurch: Gedenken an Erdbebenopfer

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Wellington - Mit Glockenläuten und Schweigeminuten haben Tausende Neuseeländer der Opfer des schweren Erdbebens im Jahr 2011 in der Stadt Christchurch gedacht.

© AP / Mark Baker

Murray (l.) und Kelly James blicken nach dem verheerenden Erdbeben auf ihr zerstörtes Haus in Christchurch, Neuseeland.

Neuseeland hat am ersten Jahrestag des schweren Erdbebens von Christchurch der Opfer gedacht. Am Mittwochmittag kamen Tausende in der Stadt zu einer Gedenkfeier unter freiem Himmel zusammen. Viele der Anwesenden hatten Freunde und Bekannte verloren, als am 22. Februar 2011 um 12.51 Uhr (Ortszeit) die Erde bebte und die Innenstadt von Christchurch schwer verwüstet wurde. Das Epizentrum lag nur wenige Kilometer vom Stadtkern entfernt. Es war nach dem Beben in Hawke's Bay 1931 die zweitschwerste Naturkatastrophe seit Beginn der Aufzeichnungen in Neuseeland.

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Insgesamt kamen 185 Menschen ums Leben, die meisten in einstürzenden Gebäuden. Die sterblichen Überreste der letzten vier individuell nicht identifizierbaren Opfer waren am Dienstag auf einem Friedhof in einem gemeinsamen Grab beigesetzt worden.

Bei der Gedenkfeier in einem Park in Christchurch wurden die Namen der 185 Opfer verlesen. Darunter waren viele Ausländer, die in Neuseeland studierten oder arbeiteten. Auf Flüssen und Kanälen wurden Blüten ins Wasser gestreut. Glocken läuteten 185 mal, um an die Opfer zu erinnern. Auf dem inzwischen aufgeräumten Gelände der völlig zerstörten Oxford Terrace Baptist-Kirche wurden 185 leere weiße Stühle aufgestellt.

Der 22. Februar 2011 werde als einer der schwärzesten Tage in die Geschichte des Landes eingehen, sagte Regierungschef John Key. Christchurch, die zweitgrößte Stadt Neuseelands, werde aber wieder aufgebaut.

Christchurch hat in dem einen Jahr tausende Nachbeben erlebt, darunter ein besonders deutlich spürbares kurz vor Weihnachten. Die Bevölkerung schrumpfte um zweieinhalb Prozent auf 367 000. In mehreren Stadtteilen ist der Boden so instabil geworden, dass dort keine Häuser mehr gebaut werden können.

dpa

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