Karlsruhe/Mainz - Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft gegen den unter Kinderporno-Verdacht stehenden Bundestagsabgeordneten Jörg Tauss sind offenbar schwerer als bislang bekannt.

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Die Vorwürfe gegen Jörg Tauss sind schwerer als erwartet.
Laut Anklageschrift habe der fraktionslose Politiker gezielt nach Kinderpornos mit Jungen gesucht und das entsprechende Material bestellt, berichtet das ARD- Magazin “Report Mainz“.
Der Bundestag hatte vor zwei Wochen die Immunität von Tauss aufgehoben und damit den Weg frei gemacht für eine Anklageerhebung gegen den früheren SPD-Politiker. Einen Termin für den Prozess gibt es noch nicht.
Tauss war nach Bekanntwerden der Affäre als Generalsekretär der Südwest-SPD und als medienpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion zurückgetreten. Aus Protest über das vom Bundestag verabschiedete Gesetz zur Sperrung von Kinderpornografie im Internet trat er Ende Juni zur Piratenpartei über, die eine Sperrung von Internetseiten mit Kinderpornografie ablehnt.
dpa



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