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Joachim Gauck: Seine Rede nach Nominierung als Bundespräsident

Gaucks Rede: "Ich bin kein Supermann"

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Berlin - Joachim Gauck zeigt sich nach seiner Nominierung zum gemeinsamen Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten überwältigt. Wir nennen die wichtigsten Aussagen seiner Rede.

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Gauck sagte: “Das ist natürlich für mich ein besonderer Tag.“ Am meisten bewege es ihn, dass ein Mensch, der noch im finsteren Krieg geboren worden sei und 50 Jahre in einer Diktatur gelebt habe an die Spitze des Staates gerufen werde. “Die Vorschusslorbeeren, die ich jetzt gehört habe, die möchte ich erst verdienen.“ Es habe ihm unglaublich geholfen, dass sich die Parteien zusammengefunden hätten.
Gauck ging vor allem auf die Kanzlerin ein. Sie habe ihm ihre Hochachtung versichert. “Das Wichtige daran ist, dass Sie mir Vertrauen entgegengebracht haben“, sagte er zu Angela Merkel.

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Gauck sagte, das Wichtigste sei, den Bürgern zu vermitteln, “dass sie in einem guten Land leben, dass sie lieben können“. Die Bundesrepublik gebe ihnen die wunderbare Möglichkeit, in Freiheit zu leben. Die Menschen müssten wieder Vertrauen gewinnen, dass sie Kräfte hätten, die sie sich manchmal nicht mehr zutrauten.

Er könne “in der Verwirrung meiner Gefühle keine Grundsatzrede“ halten, sagte Gauck. Er komme direkt aus dem Flugzeug - Gauck hatte sich zuvor in Wien aufgehalten. Er sei überwältigt und auch ein wenig verwirrt. Er wolle dazu beitragen, dass die Menschen bereit seien, neu Verantwortung anzunehmen und nicht nur Zuschauer und Begleiter der öffentlichen Dinge zu sein.

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Gauck bat, in seinem künftigen Amt “die ersten Fehler gütig zu verzeihen und von mir nicht zu erwarten, dass ich ein Supermann bin“. Man könne auch gute Dinge tun, wenn man nicht von Engeln, sondern von Menschen umgeben sei.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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