NRW - Als hätte der Handel es bestellt: Pünktlich zum WSV wird das Wetter winterlich. Die Geschäftsleute hoffen, dass die dicke Winterware jetzt doch noch weggeht. Die Kunden können gute Schnäppchen machen.
Passend zum Start des Winterschlussverkaufs sind in Nordrhein-Westfalen auch die Temperaturen auf frostige Werte gefallen. "Das hätte nicht besser zusammentreffen können", sagte der Geschäftsführer des Handelsverbandes NRW, Rainer Gallus, am Montag der Nachrichtenagentur dpa in Köln. Er gehe davon aus, dass das Wetter die Kunden nun so richtig ansporne, reduzierte Winterware zu kaufen. Davon ist noch viel da. Denn wegen der ungewöhnlich milden Temperaturen der vergangenen Monate sind die Lager der Händler noch gut gefüllt. Viele Geschäfte locken laut Gallus in den ersten Tagen des WSV mit Rabatten bis zu 50 Prozent, später seien 70 Prozent drin.
Auch Jürgen Dax, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands des Deutschen Textileinzelhandels (BTE), frohlockte: "Wir haben immer gesagt, dass wir die Hoffnung auf einen Wintereinbruch noch nicht aufgegeben haben. Wenn es jetzt tatsächlich kalt bleibt, werden hoffentlich viele Leute feststellen, dass ihre Wintersachen vom letzten Jahr doch nicht mehr so aktuell sind, und sich jetzt neue kaufen."
Der WSV ist seit dem Fall des Rabattgesetzes vor rund zehn Jahren eine freiwillige Angelegenheit. Die Mehrheit der Händler und auch der Kunden orientiert sich aber immer noch an dem Termin, den die Branchenverbände empfehlen. Außer Textilhändlern beteiligen sich zum Beispiel Baumärkte, Möbelhäuser und Sporthändler am WSV. In NRW machen nach Angaben von Gallus etwa drei Viertel der Einzelhändler mit. - lnw
Quelle: wa.de


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