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Udo Jürgens mit „Der ganz normale Wahnsinn“ in der Festhalle Frankfurt

Gänsehaut und Spaß

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Frankfurt - Man kann es nicht anders sagen: Dieser Mann ist ein Ereignis. Udo Jürgens nahm seine Zuhörer in der Frankfurter Festhalle einmal mehr mit auf eine emotionale Achterbahnfahrt zwischen Gänsehaut und Partyspaß. Von Dirk Iding

© Georg

Mittlerweile ist Udo Jürgens 77 Jahre alt und füllt noch immer mühelos die ganz großen Konzerthallen.

Der 77-Jährige erweist sich erneut als musikalischer Brückenbauer, der große Symphonie scheinbar mühelos mit leichtem Schlager verbindet. Damit werden Udo Jürgens’ umjubelte Live-Konzerte stets zu einer ganz einzigartigen Mischung.

Dieser musikalische Spagat macht auch den Reiz seiner aktuellen Erfolgs-CD „Der ganz normale Wahnsinn“ aus, deren Stücke einen wesentlichen Teil des Konzertprogramms ausmachten. Von der symphonischen Hymne „Liebe lebt“ bis hin zum swingenden „Du bist durchschaut“, in dem Udo Jürgens in der ihm eigenen Art einen kritischen Blick auf Google-Wahn und Facebook-Mania wirft, reicht die Spannweite, wie immer hervorragend untermalt vom 23-köpfigen Orchester Pepe Lienhardt, seit mehr als 35 Jahren musikalischer Begleiter des Österreichers.

Klassiker-Fans kommen auf ihre Kosten

Welch Potential in diesem Ensemble mit einer ganzen Reihe von hervorragenden Solisten steckt, wurde besonders deutlich in der Collage zu Filmszenen aus „Der Mann mit dem Fagott“ – das war Gänsehaut pur, anrührend und überwältigend. Große Musik vor riesiger Leinwand, wie es sie so präsentiert noch in keinem Udo-Jürgens-Konzert gegeben hat.

Aber natürlich kamen auch diejenigen auf ihre Kosten, die vor allem Udos „Klassiker“ lieben: Drei Takte von „Ich war noch niemals in New York“ – und die Halle explodierte. Partyhits von „Aber bitte mit Sahne“ bis „17 Jahr, blondes Haar“ sangen Tausende aus voller Kehle mit. Und zwischendrin gab es wunderbar ruhige Momente, etwa bei „Was ich dir sagen will“ oder dem einfühlsamen „Mein Bruder ist ein Maler“. Zu erleben ist das alles noch einmal am 3. November, wenn Udo Jürgens erneut in der Festhalle gastiert.

Quelle: op-online.de

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